Neues von der Polytoxicomanen Philharmonie

Natali 24. Februar 2010

Es wabert und flüstert, blinkt und singt. Dann verschwimmt das Traumgebilde wieder zu einem Seufzen – um sich mit Nachdruck in einen neuen Groove zu stürzen.

Allein, in einer stürmischen Nacht, ließen mich die ungewöhnlichen Geräusche aus meinem CD-Spieler vielleicht etwas schaudern. Psychedelischer Rock entfaltet seine bunte Wirkung eben nicht nur im Gehörgang. Probe gefällig?

Aber wir haben Tag und das schicke neue Werk der Polytoxicomanen Philharmonie löst gerade viel mehr Begeisterung aus. “Go Ape” liegt hier als Doppel-LP und Doppel-CD mit herrlich schräger und umfangreicher Covergestaltung auf meinem Schreibtisch. “Überschnappen” heißt der Titel übersetzt, dabei steckt neben einem Quäntchen Wahnsinn einfach ein großer Batzen Arbeit und kreativer Übermut in dem musikalischen Machwerk der Frankfurter Band.

Und ich bin stolz wie Bolle, dass ich jetzt schon zum zweiten Mal einen Text für die Hüllengestaltung beisteuern durfte. Der erste, zu “Drosophila Road,” handelte von dem Aufbruch einer Fliege ins Weltall. Bei “Go Ape” ist das Insekt, Ned Busckii, wieder dabei und mischt sich in anderer Leute Leben ein. Die beiden Stories gibt hier auf der Bandseite zum Nachlesen.

Wintervalentinstag

Natali 14. Februar 2010

 

When you are old and grey and full of sleep,

and nodding by the fire, take down this book,

and slowly read, and dream of the soft look

your eyes had once, and of their shadowes deep;

 

How many loved your moments of glad grace,

and loved your beauty with love false or true,

but one man loved the pilgrim soul in you,

and loved the sorrows of your changing face;

 

And bending down, beside the glowing bars,

murmur, a little sadly how love fled

and paced upon the mountains overhead

and hid his face amid a crowd of stars.

 

W.B. Yeats

 

The Catcher in the Rye

Natali 8. Februar 2010

Was für ein doofer Typ, dieser Holden Caulfield. Gerade mal wieder von einer Schule geflogen, lügt wie gedruckt und scheint sich keinen Deut um seine Zukunft zu scheren. Nein, auf den ersten Seiten von J.D. Salingers “The Catcher in the Rye” konnte ich nicht viel mit seinem Protagonisten anfangen.

Und doch hatte es irgendwie Charme, wie er immer mehr von seinen Gedanken Preis gab, wie er ständig über alles Mögliche nachdachte und jede Begegnung kommentierte.

Junge, du bist unzufrieden mit allem und jedem, dachte ich. Auch seine kleine Schwester Phoebe fragt ihn irgendwann, was er denn überhaupt gut finde auf dieser Welt und was er aus sich machen wolle. Was er antwortet ist geradezu romantisch, aber natürlich verrate ich es hier nicht. Es ist ein kleines Büchlein, das schnell gelesen ist, wer es also wissen will, entdecke es ruhig selbst.

“The Catcher in the Rye” erschien 1951 und ist somit auch ein schönes Zeitdokument. Als 1979 geborene Deutsche sind mir die New Yorker Szenen und die damals gerade aktuellen Schauspieler, die er erwähnt, eher fremd. So beschreibt Holden zum Beispiel, wie ihm eine Aufführung von Hamlet mit Sir Laurence Olivier gefallen hat. Ich finde es spannend, als Nachbereitung zur Lektüre diesen Referenzen ein wenig nachzugehen und mir seine Welt genauer anzusehen. So vermischen sich Literatur und Geschichte auf ganz angenehme Weise.

Letztlich sind es nur drei Tage in Holdens Leben, an denen Salinger die Leser teilhaben lässt. Am Ende wäre ich durchaus bereit gewesen, mit ihm bei einem Cocktail die ungelöste Entenfrage zu erörtern.

Salingers Roman würde ich zur Kanonliteratur zählen, also zu den literarischen Arbeiten, die einen herausragenden Stellenwert einnehmen und die einigermaßen gebildeten Leser kennen sollten. Ich stehe dem Kanon sehr ambivalent gegenüber, denn wer bestimmt, was dazu gehört. Wessen Blick ist es, der die Werke bewertet und was wird dadurch als nicht wichtig abgewertet? Andererseits gibt es einfach so viel Literatur.  Wenn wir nicht gerade wahllos ein Buch aus dem Regal nehmen, müssen wir immer eine Entscheidung über unsere Lektüre treffen. Da kann ein Leitfaden hilfreich sein. Als Schullektüre hätte ich den “Fänger im Roggen” sicher recht gern gelesen.

Los geht’s – auch 2010 wieder

Natali 3. Februar 2010

Im letzten Jahr waren Matthias und ich beim “Los geht’s 2009″ in Escherode (Hessen). Das ist ein großes Treffen für Leute, die sich für ein Leben in Gemeinschaften bzw. Kommunen interessieren. Bestehende Projekte stellen sich vor, Gründungsgruppen treffen sich und man kommt mit vielen interessanten Leuten ins Gespräch. 2009 entstand dabei auch ein Film, der nun auf www.losgehts.eu zu sehen ist.

Die Anmeldung für das “Los geht’s 2010″, von 13.-16. Mai in Jahnishausen (Sachsen), ist über die Seite übrigens auch schon möglich. Allen, die sich für das Thema Kommunen bzw. alternative Lebens- und Wohnkonzepte interessieren, kann ich nur wärmstens empfehlen, dort einmal dabei zu sein.

Auf ins Jahr 2010

Natali 6. Januar 2010

Liebe_Giessen

Ihr Leute, ich wünsche Euch ein gutes neues Jahr mit viel Energie für alle Eure Vorhaben! Das Bild, mit dem “Liebe”-Schriftzug an einem Haus in Gießen, fand ich ganz passend für einen Ausblick auf das neue Jahr.

Die erste Hälfte des Vorjahres 2009 hatte ich zu viel mit dem Gegenteil zu kämpfen, einer dumpfen Wut im Bauch.  Ein absolut zerstörerisches Gefühl, von dem ich sehr froh bin, es hinter mir gelassen zu haben. In diese Zeit fiel auch der Amoklauf in Winnenden, der meinen Blick auf unseren Nachbarort und gleichzeitig auf das Internet erschüttert hat.  Für viele Freunde und Angehörige der Opfer wird es eine traurige Weihnachtszeit und kein freudiger Jahreswechsel gewesen sein.

Für mich ist wieder Ruhe eingekehrt und das Social Web, mit den vielen neuen Twitterbekanntschaften, ist auf eine seltsame Art und Weise zu einer zweiten Heimat geworden. Auch dank unseres regelmäßigen “Stammtisches”, der Stuttgarter pl0gbar.

In der nahen Zukunft sollen sich noch mehr die Dinge, Tätigkeiten und Menschen in meinem Leben tummeln, denen ich mit positiven Gedanken verbunden bin. Das ist mein Wunsch für 2010. Mit der Kommune Waltershausen scheinen Zellmi und ich einen Ort gefunden zu haben, an dem sich viel von unseren Träumen verwirklichen lässt. Wir wollen uns auf das Abenteuer einlassen und sind beide schon sehr neugierig. Vielleicht wird es nichts und wir kehren auf einen “herkömmlichen” Pfad zurück. Aber das glaube ich eigentlich nicht. So oder so ist es toll, ein Ziel zu haben und Silvester in Waltershausen war wunderschön.

Das irdische Paradies

Natali 19. Dezember 2009

BurneJones_Galerie

Ich habe das Paradies gesehen… es hängt zur Zeit in der Staatsgalerie Stuttgart. Die Ausstellung mit Werken des englischen Malers Edward Burne-Jones geht noch bis 7. Februar 2010 und ich kann sie sehr empfehlen!

Es sind wirklich eine Menge Arbeiten zu sehen, auch Wandteppiche und Vorstudien. Außerdem ist es immer wieder beeindruckend, wie farbintensiv und groß manche Bilder sind. Um meinen alten Kunst-Lehrer zu zitieren: “Eine Reproduktion ist nie so gut wie das Original!” Manches Detail wirkt aus einiger Entfernung völlig klar und scharf gezeichnet. Steht man dann auf armeslänge vor dem Werk, so wie es der Künstler beim Arbeiten gesehen haben muss, zeigt sich, dass es tatsächlich nur schemenhaft angedeutet ist.

Von der Königstraße nach Mordor

Die Ausstellungsmacher hatten im Vorfeld Kommentare von Leuten auf der Straße gesammelt. Die meisten waren wahrscheinlich weder mit dem Maler noch mit der Epoche vertraut und fühlten sich in seinen Bildern etwa an die Herr der Ringe Filme oder sogar an Comics erinnert. Burne-Jones Werke zeigen in der Tat Szenen aus Mythen oder Stoffen wie der Artussage. Künstlerisch wird er der Bewegung der Präraffaeliten zugeordnet. Im englischsprachigen Wikipedia-Eintrag zu diesen wird sogar starkt vermutet, dass seine Arbeiten den jungen Autor des Hern der Ringe, J.R.R. Tolkien, beeinflusst haben.

Abseits vom Alltag

Mir gefällt die nachdenkliche bis düster traurige Stimmung vieler Werke der Präraffaeliten wie auch der Symbolisten. Hinter dem Dargestellten verbirgt sich immer ein Thema, eine Geschichte, die es zu entschlüsseln gilt. Da geht es um Liebe und Tod, Ritterlichkeit, Wagnis, Loyaliät und Glaube. Das mag in unserer Zeit ziemlich angestaubt klingen und kitschig. Oder eben nach einem Kassenschlager wie den Tolkien oder Marvel-Comic Verfilmungen. Allen gemein sind ihre Helden. Ich glaube, Filme mit diesen Themen funktionieren, weil sie eine Sehnsucht in uns nach einem bedeutungsvolleren Leben ansprechen. Dort geht es um elementare Entscheidungen, nicht um Banales. Von dem haben wir im Alltag schon genug. Tee oder Kaffee? Die blaue Hose oder die schwarze? Burne-Jones’ Charaktere stehen vor schwerwiegenderen Wendungen. Ein wenig wie Spiderman oder die Hobbit-Gefährten.

Stellt sich noch die Frage, ist es Eskapismus, sich mit diesen Dingen zu beschäftigen? Flucht aus der Reallität? Oder vielleicht ein Weg, sich tatsächlich ein “irdisches Paradies” zu erdenken. Die Ausstellung jedenfalls ist zauberhaft schön.

Duftende, glitzernde Weihnachtszeit

Natali 15. Dezember 2009

Ausstechformen

Warum machen so viele Leute diesen “Weihnachtszirkus” alle Jahre wieder eigentlich mit? Hektisches Geschenkekaufen, Besuch bei den Verwandten planen, aufwändiges Essen, vielleicht noch in den vollen Gottesdienst. Danach jammern, dass man wieder zugelegt hätte. Es zwingt uns doch niemand, oder doch?

It’s my party

Ich mag Weihnachten, wenn auch gerne in einer etwas reduzierten Form. Als gottlos glücklicher Mensch fühle ich mich frei, dieser Zeit einen eigenen Sinn zu geben. Und wäre da nicht mein ökologisches Gewissen (und ein wenig weihnachtlich gestimmter Freund), hätte ich wahrscheinlich sogar ein Bäumchen in der Wohnung stehen. Mit dem Adventskalender, der bei uns selbstgebastelt ist, startet für mich der Countdown zum Jahresende. Das bedeutet, das Jahr nochmal Revue passieren lassen, die Hoffnungen und Vorhaben für das neue formulieren, loslassen. Im Dezember schreibe ich immer eine ganze Reihe Briefe (ja, so richtig aus Papier) und Karten an Freunde und freue mich wie eine Schneekönigin, wenn ich wiederum Post bekomme.

Das ganze übrige Jahr ist so von Düften bestimmt, die uns im Freien entgegen wehen, dass der Winter doch sehr nasenkarg daherkommt. Allein schon wegen des guten Geruchs gehört deshalb die Plätzchenbackerei auf jeden Fall für mich dazu. Um die Süßwarenangebote aus dem Supermarkt habe ich dafür dieses Jahr meist einen Bogen gemacht. Diese Masse an Dingen, die sich da vor einem auftürmt – und das schon seit Oktober – schreckt mich einfach ab. Genauso finde ich auch die einfacheren oder selbstgemachten und -erdachten Geschenke schöner. Dinge haben wir hier doch fast alle genug, es ist eher die Geste, die zählt.

Plätzchen ohne Glauben

Ob es ein Widerspruch ist, ohne Glauben ein christliches Fest zu begehen? Und was ist mit der Nächstenliebe, die von uns alle Jahre wieder bei weihnachtlichen Spendengalas abgefordert wird? Letzteres finde ich problematisch, vor allem weil so ein Druck aufgebaut wird. Als ob man sich mit einer Spende zu Weihnachten für das restliche Jahr freikaufen könne.

Und was den Glauben betrifft, so finde ich es durchaus in Ordnung, sich in diverse Weihnachtsaktivitäten einzuklinken. Solange man dies nur bewusst tut. Also nicht nur aus reiner Routine, weil es sich eben so gehört. Selbst wenn man nicht davon überzeugt ist, dass Jesus von Nazaret Gottes Sohn ist, war er doch eine wichtige historische Persönlichkeit. Seine Geburt, die vermutlich noch nichteinmal an unserem Weihnachtsdatum stattfand, halte ich auch als Agnostikerin für durchaus ein Fest wert.

Eva Luna im Nachtzug nach Lissabon

Natali 29. November 2009

Luna_Nachtzug

Mit meinem letzen Lesestoff bin ich in zwei höchst unterschiedliche Leben eingetaucht. Ob die beiden Protagonisten sich wohl verstanden hätten?

Nach Portugal…

Gestern bin ich mit Pascal Merciers “Nachtzug nach Lissabon” fertig geworden, einem Roman, der ruhig dahingleitet wie ein großer Strom. Die Hauptperson, Raimund Gregorius, Lehrer für alte Sprachen in Bern, macht sich aus einem plötzlichen Impuls heraus aus seinem Leben davon. Mit der biographischen Erzählung des portugisischen Arztes Amadeu de Prado in den Händen, reist er Hals über Kopf nach Lissabon und lernt dort auf dessen Spur ein neues Leben kennen.

Indem Gregorius die Aufzeichnungen des Arztes betrachtet, ist es, als lese man zwei Bücher in einem, eine  Geschichte in der Geschichte. Wobei die Gedankengänge des Arztes durch philosophische Tiefe ausgezeichnet sind, etwa wie dieser: “Ich möchte nicht in einer Welt ohne Kathedralen leben. Ich brauche ihre Schönheit und Erhabenheit. Ich brauche sie gegen die Gewöhnlichkeit der Welt.”

Wie der stets überlegte und bescheidene, eher langweilige Gregorius in der fremden Umgebung aufblüht und sich von seiner Neugier treiben lässt, wirkt sehr befreiend. Da ist einer, der vielleicht in letzter Minute aus den eingefahrenen Bahnen ausgebrochen ist und dadurch viel gewonnen hat.

Nach Südamerika…

Ein weiteres Mal Isabel Allende. Nach “Mein erfundenes Land” und “Paula” war meine letzte Lektüre der Chilenin  “Eva Luna”. Im Gegensatz zu der traurigen Erzählung über Allendes sterbender Tochter Paula kam dieser Roman sehr viel leicher daher, um im Bild zu bleiben, eher ein sich munter schlängelnder Bach. Ein fröhliches Buch, wie sie selbst darüber im Klappentext zitiert wird.

Die Protagonistin Eva Luna, nach der der Roman benannt ist, wird als Tochter eines Dienstmädchens in schwierige Verhältnisse hineingeboren und auch das nicht näher bezeichnete südamerikanische Land, in dem sie aufwächst, erfährt turbulente Zeiten. Ihre Mutter stirbt als sie noch klein ist, über ihren Vater, den sie nie kennenlernt, erzählt Eva Luna ganz zu Beginn des Romans: “Mein Vater, ein Indio mit gelben Augen, war an jenem Ort zu Hause, wo hundert Flüsse zusammenfließen, er roch nach Wald und blickete nie hinauf in den Himmel, denn er war unter der Kuppel der Bäume groß geworden, und das Licht dünkte ihn schamlos.” Die Sicherheit, mit der sich Allendes Heldin in einer unsicheren Welt und zwischen den teils exzentrischen Gestalten bewegt, gleicht der eines Traumwandlers. Sie schöpft ihre Kraft aus den Erzählungen ihrer Mutter und ihrer Einbildungskraft und wird selbst zur Geschichtenerzählerin. Womit Eva Luna letztlich einen Weg beschreibt, der ihrer Schöpferin Allende sehr ähnelt.

Beide Romane haben mich mit ihrer Spannung schlichtweg entführt. Mercier in eine Welt der grundlegenden Gedanken, Allende mehr in die der Sinnesfreuden. Von beiden möchte ich definitiv mehr lesen, wobei ich Allende den Rückgriff auf wiederkehrende Motive, wie etwa das Geschichtenerzählen, gern verzeihe.

Wer nun auf die beiden Bücher neugierig geworden ist, kann Eva Luna und Nachtzug nach Lissabon bei amazon.de erstehen – und mir damit (Partnerprogramm sei Dank) nebenbei etwas Gutes tun…

Disco dancing Ohrwurm

Natali 22. November 2009

“Heavy Cross” von The Gossip geht mir gerade einfach nicht mehr aus den Ohren. Mir gefällt die Energie, die der Song ausstrahlt und mich zum Mitwippen bringt.

Über Sängerin Beth Ditto ist dieses Jahr schon viel geschrieben worden, meist im Zusammenhang mit ihrer Körperfülle. Sie ist auf jeden Fall ein Mensch der auffällt, der nicht gerade den bequemen Weg geht und (vielleicht eben deshalb) momentan mit ihrer Band ziemlich erfolgreich ist. Ich glaube, mit ihren starken Auftritten kann sie Frauen Mut machen, selbstbewusster zu sich und dem eigenen Körper zu stehen.

Wir beschnuppern uns… und es riecht gut!

Natali 15. November 2009

Lauri1

Anfang November verbrachten der Freund und ich ein weiteres Mal etwas Zeit in Thüringen, in der Kommune Waltershausen (kurz: KoWa). Im Sommer war unser Interesse an alternativen Lebenskonzepten – nach längerem Schlummer – durch das Los geht’s 09 wieder voll entfacht worden. Nach vielen theoretischen Überlegungen über das Leben in Gemeinschaft haben wir uns also daran gemacht, vor Ort die Lage zu erkunden.

Nach einem positiven Schnupper-Wochenende und einer arbeitsreichen Erntewoche ging es also in Waltershausen in eine neue Runde. Diesmal war es etwas ruhiger, denn bis zur Wochenmitte waren nur wenig Gäste da. So gab es mehr Gelegenheit zum Austausch mit den KommunardInnen. Nebenbei haben wir ein wenig in der Küche, im Garten, bei der Holzheizung oder bei diesem und jenem geholfen und so mehr vom Kommune-Alltag erlebt.

Dank der umfangreichen Spielesammlung im Gemeinschaftsraum der KoWa sind wir nun fast schon Abalone-Profis und zumindest Tichu-Anfänger.

Für unser “Programm” haben wir diesmal selbst gesorgt und die Gelegenheit zu einem Tagesausflug in die Landeshauptstadt Erfurt genutzt. Dort wurde gerade auf dem Platz vor dem stattlichen Dom der Weihnachtsmarkt aufgebaut.

Erfurt_Dom

Beim Spaziergang durch die Altstadt sind uns die vielen kleinen Lädchen aufgefallen, die zum Teil sehr originelle kunsthandwerkliche Dinge anboten. Wäre das Wetter besser gewesen, hätten wir schön draußen in ein Café sitzen und auf die Wasserläufe blicken können, die die Stadt durchziehen. So sind wir ins Naturkundemuseum gegangen, haben die große Eiche im Gebäude bewundert und uns von der Arche Noah im Kellergewölbe schaukeln lassen.

Der Abschied von der KoWa war sehr herzlich und ist uns entsprechend schwer gefallen. Ich hatte mich schon richtig an die Spiele mit Kätzchen Lauri gewöhnt und natürlich an die vielen netten Leute. Wir kommen bestimmt wieder und ich freue mich schon sehr darauf!

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