KW 1 – Deep Purple

Am 4. Januar startete mein Projekt #52Bands. Gleich die erste, die ich aus der Los-Box gezogen habe, war ein Schwergewicht: Deep Purple.

Momentan hört Matthias recht viel Progressive Rock, so traf mich das Ergebnis nicht unvorbereitet. Stücke wie „Smoke on the Water“ oder „Child in Time“ kannte ich schon lange. In den letzten Jahren kamen dazu z.B. „Speed King“, „Burn“, „Perfect Stranges“ oder „Hallelujah“. Auf jeden Fall Musik, die ich gerne mag und bei der das Entdecken viel Freude bereitet hat. Dabei war klar, eine Band, die seit 1968 bis heute existiert lässt sich nicht in einer Woche erfassen. Es gibt einfach so viele Alben, Stücke und Besetzungswechsel.

Und was hörst Du so?

Ein sehr schöner Nebeneffekt meiner persönlichen Recherche war, mit Kolleginnen und Kollegen auf der Arbeit über Musik zu sprechen. Ich habe sie gefragt, ob sie Stücke von Deep Purple kennen oder vielleicht sogar ein Lieblingslied haben. Viele wussten tatsächlich nichts zu nennen! Das hat mich verblüfft. Zumindest „Smoke on the water“ dachte ich, kennt doch jedeR. Sie wiederum waren überrascht von meinem Projekt, aber durchaus interessiert. Wir werden wohl zusammen viel lernen. Die Fragerunden gehen in den nächsten Wochen weiter.

Eine Erkenntnis, die ich mitnehme ist z. B., wie unterschiedlich Hörgewohnheiten sein können: wer hört komplette Alben, wer nur einzelne Lieder oder stellt sich Playlists zusammen. Wer hört über das Handy oder noch altmodisch CDs? Ich bediene mich bei Spotify, bei YouTube oder unserer großen Musiksammlung daheim.

Hörtipps austauschen

Später kamen zu meiner großen Erleichterung einige richtige Antworten und sogar Hörtipps. So habe ich das Album „Argus“ (1972) von der 1969 gegründeten Band Wishbone Ash gehört und bin ganz angetan.

Heute habe ich von Deep Purple die beiden Alben „Infinite“ (2017) und „Woosh!“ (2020) gehört. Mein Eindruck war, dass im Vergleich zu den alten Liedern der Gesang aktuell sehr im Vordergrund steht. Sie klingen für mich mehr nach Blues Rock als Prog-Rock Alben. Bisher ist mir kein Stück besonders im Ohr geblieben. Da braucht es vielleicht mehr Hör-Durchgänge.

Mir gefallen die älteren Sachen, zum Beispiel vom Album „Deep Purple in Rock“ (1970) oder „Perfect Strangers“ (1984). Da ist der Gesang ein Instrument unter vielen und nimmt weniger Raum ein.

Eine Zeitreise in die 70-er und 80-er

Mir hat dieses Video von der Gesanglehrerin Beth Roars gut gefallen. Sie erklärt darin, was den besonderen Stil von Deep Purple ausmacht:

„Child in Time“ ist ein richtig langes Lied und voller kleiner Details, wie Tempowechsel oder verschiedenen Gesangstechniken.

Eins meiner Lieblingsstücke ist „Perfect Strangers“.

52 Bands – mit Musik durch das Jahr

Was den Blog betrifft, waren die Texte 2020 hier sehr stark auf den Garten bezogen. Wegen der kalten Jahreszeit ruht die Arbeit im Garten gerade. Natürlich geht die Planung weiter, Saatgut wird durchgeschaut und Ideen gesammelt, was wir pflanzen wollen. Ein wenig wird der Garten auch dieses Jahr sicher Thema im Blog sein.

Mit den ruhigen Tagen über den Jahreswechsel kam ein neues Thema auf, mit dem ich mich dieses Jahr beschäftigen möchte: Musik!

Früher sind wir in Gießen im Irish Pub oft zum Pub Quiz gegangen, bei dem die letzte Runde eine Musik-Runde war. Das heißt, Stücke wurde kurz angespielt und man musste Titel und Interpret nennen. Ein großer Spaß! Matthias und ich hören im Alltag viel Musik und unterhalten uns auch darüber. Dabei dachte ich immer wieder, dass es da noch ganz viel zu entdecken gibt, wenn nur die Zeit dafür wäre.

So wurde das Projekt für dieses Jahr geboren:

Jede Woche werde ich mich schwerpunktmäßig mit einer anderen Band beschäftigen. Das heißt, ihre Musik hören und etwas zur Geschichte der Band recherchieren. Wir haben dafür 52 Bandnamen zusammengetragen, für jede Woche des Jahres einen. Diese habe ich auf Zettel geschrieben und in eine Box getan. Jeden Montag wird nun gelost, was es in der Woche zu hören gibt.

Man darf gespannt sein 🙂

 

Der Garten – November & Dezember 2020

Ende Oktober wurde in den Gärten das Wasser abgestellt und die Wasseruhren abmontiert. Zeichen für uns, den Garten winterfest zu machen. Im November gab es noch ein paar sonnige, auf dem Balkon sogar warme Tage.

Die beiden Melonenbirnen (Pepino) haben zwar geblüht und eine hat auch Früchte angesetzt, aber leider sind sie nicht reif geworden. Da war es im Garten schon zu kühl und schattig. Also gibt es ein Experiment in Sachen Überwinterung. Eine Pflanze bleibt im Garten, eine darf mit der Geranie im Treppenhaus überwintern. In der Hoffnung, dass es im nächsten Jahr tatsächlich Früchte zum Probieren gibt.

Auch die Dahlie „Franz Kafka“ habe ich im November ausgegraben und für die Winterruhe im Haus eingepackt. Nach einem schneckenzerfressenen Frühjahr im Garten hatte ich sie auf den Balkon in Sicherheit gebracht. Nach einem Aufblühen war allerdings Schluss und sie kümmerte vor sich hin. Also wieder in den Garten gesetzt, wo sie tatsächlich nochmal geblüht hat.

Blaue Sterne leuchten am Borretsch bis in den kalten November, auf dem Balkon sogar bis in den Dezember. Zwar sind keine Bienen mehr unterwegs, aber die Farbe erfreut das Auge immerhin noch.

Um die Kapuzinerkresse war es mit dem Frost dann geschehen. Diese Saison ist definitiv vorbei. Aber ich habe Saatgut gesammelt und bin zuversichtlich, dass es auch nächstes Jahr im Garten wieder gelbe, rote und orangefarbene Zipfelmützen zu sehen gibt.

Eine späte Ernte macht der Lauch noch möglich. Die Stängel sind zwar recht schlank, aber dafür zahlreich. So nehme ich bei meinen etwa wöchentlichen Besuchen im Garten immer ein paar mit. Außerdem fülle ich die Station mit Meisenknödeln auf und schaue, wie die eingelagerten Äpfel sich halten. In der Laube haben wir außerdem einen Luftentfeuchter mit einem Tab drin stehen. Da leere ich regelmäßig die Schale mit dem gesammelten Wasser.

Die Kleingartenanlage geht in Winterruhe. Nur hier und da wird noch etwas gesägt. Auch bei uns steht Ende des Winters der Baumschnitt bei den Obstbäumen an. Jetzt ist Zeit für die Planung für das nächste Gartenjahr. Was möchten wir gerne ausprobieren wo sollen welche Pflanzen stehen? Wann ist Saison für welches Gemüse?

Die Tomaten ziehen sicher wieder an einen neuen Ort und werden wahrscheinlich nicht so viele wie 2020. Mehr Sonnenblumen wären schön. Gerne wieder Rucola, der war einfach perfekt und lecker. Das Experiment geht weiter.

Der Garten – Oktober 2020

Von jetzt auf gleich ist es kühler geworden, herbstlicher. Wir sind seltener im Garten, denn durch die Lage ganz oben am Nordhang ist hier meist Schatten. Wenn es im Garten schon klamm wird, weht gegen Nachmittag oft ein warmer Wind aus dem Kessel zu uns hoch. Jetzt beneiden wir die Parzellen weiter unten in der Anlage etwas, denn dort ist’s noch sonnig. So haben wir quasi unterschiedliche Klimazonen in der Kleingartenanlage.

Was dieses Jahr so ganz nebenher läuft ist die Apfelernte. Wir haben zwei unterschiedliche Sorten. Eine frühe, die sehr schmackhaft ist und eine späte, vielleicht „Ontario“, die noch fest an den Bäumen hängt. Wir wissen leider nicht, welche Sorten es sind. Die frühen Äpfel haben wir einfach so nebenher im Garten gegessen oder mitgenommen, zum Beispiel für Kompott. Die späten Früchte lagern wir ein und haben so über den Winter immer wieder eine Basis für Apfelkuchen.

Matthias hat diesen Monat die Kartoffeln geerntet, nachdem das Kraut gewelkt war. Es sind kleine, aber durchaus viele geworden. In nächster Zeit gibt’s wohl öfter Pellkartoffeln oder Gratin.

Jetzt im Oktober habe ich die Tomatenpflanzen aus dem Beet genommen. Wir haben kein Gewächshaus für sie und es ist jetzt einfach zu kühl und schattig, als dass da noch viel gedeiht. Die Reste liegen in einer Kiste auf dem Fensterbrett und ich hoffe, ein paar reifen noch nach.

Völlig unbeeindruckt vom schwindenden Sommer ist dagegen der Mangold. Da leuchten nach wie vor die gelben und roten Stängel.

Auch wenn es laut Beschreibung auf dem Tütchen nur bis Anfang Oktober die richtige Zeit gewesen wäre habe ich noch Feldsalat gesät. Was der Mangold kann, kann der Feldsalat schon lange. Vielleicht keimt er ja, auch wenn es sicher lange braucht bis da was an Blättchen zu sehen ist.

Der Kapuzinerkresse geht es derweil richtig gut. Solange noch kein Frost kommt gibt sie alles, bildet Blätter und Blüten aus und reckt sich in alle Richtungen.

Der Oktober ist rumgegangen ohne dass wir noch an einem Gemeinschaftsdienst-Termin teilgenommen hätten. Irgendwie hat es dieses Jahr nicht sein sollen. Einen von drei haben wir immerhin gemacht. Nächstes Jahr wird wieder motivierter.

Zum Ende des Monats wurde in der Anlage das Wasser abgestellt und die Wasseruhren der einzelnen Parzellen werden abgebaut bis zur nächsten Saison. In der Regentonne ist noch viel Wasser, aber da es jetzt immer wieder geregnet hat, brauchen wir es kaum.

Der Garten – September 2020

 

Der September brachte reichlich Erntesegen. Vor allem Tomaten in allen Größen und Formen gab es.

Außerdem endlich Physalis, die lang zum Reifen gebraucht haben, dafür auch schön groß geworden sind.

Im schneckensicheren Beet wuchsen so viele Zucchini und Gurken, so dass wir immer wieder auch was verschenken konnten von der Beute.

Zum Ende der Saison hatte die Zucchini-Pflanze allerdings immer stärkeren Befall von Mehltau. Zuerst habe ich immer die kranken Blätter abgeschnitten, am Ende aber dann die ganze Pflanze aus dem Beet genommen.

Wie eine Krake sah sie letztlich aus, denn ich hatte nur die Blätter gekappt und die Stiele stehen lassen.

Hübscher anzusehen waren dagegen die beiden wieder zu Kräften gekommenen Pepino Melonenbirnen. Die Pflanzen hatten arg unter den Schnecken gelitten und waren dann ein wenig zwischen dem Borretsch verschwunden. Jetzt zeigt sich sogar eine Frucht und dazu die hübsche lila Blüte.

Richtige Birnen gibt’s auch, wenn auch noch nicht erntefertig. Das kleine Bäumchen trägt richtig viel. Im Vordergrund blüht eine weiße Aster. Auch ein Überlebender des Schneckenangriffs. Zwei Termine für den kleingärtnerischen Gemeinschaftsdienst sind im September verstrichen ohne dass wir uns aufraffen konnten.

Der Garten – August 2020

Jetzt ist es schon Oktober und ich hinke hinterher mit den Einträgen im Gartentagebuch. Im August war ganz schön was los. Die Pflanzen sind in eine mächtige Wachstumsphase gegangen. Quasi als Symbolbild hier die drei Kürbipsflanzen auf dem Kompost:

Der Monat begann und endete mit Regen, dazwischen gab es Hitze über 30°C. Entsprechend haben wir eine Zeit lang täglich gegossen. Bis die Regentonnen leer waren mit der Gießkanne, dann mit dem Schlauch.

Matthias hat eine kleine Treppe aus Pflanzsteinen gebaut, mit der wir nun leichter in den oberen Teil des Gartens klettern können. Außerdem hat er Marmelade gekocht wie ein Weltmeister. Der Vorrat für das nächste Jahr steht: Johannisbeere, Stachelbeere, Zwetschge und was sonst so an süßen Früchten da war.

Die Gurken hatte Matthias mit einer Rankhilfe aus Stäben und Schnüren ausgestattet, die gut ankam und heftig umschlungen wurde:

Es gab im August leckersten Rucola Salat, frisch aus dem Beet. Die Zucchini-Pflanze hat sich mächtig ins Zeug gelegt und eine Frucht nach der anderen produziert.

 

Mangold, Tomaten und Gurken gab’s nicht zu knapp.

Vielleicht lag es an der Trockenheit, aber viele Äpfel und Zwetschgen sind schon von den Bäumen gefallen. Die Kürbisse, Trauben und Physalis sind dagegen gewachsen, brauchen aber noch Zeit zum Reifen.

Bei den Blühpflanzen gab es ein beginnendes blasses Rosa zu sehen bei der Fetten Henne.

Die gelben Wedel der Goldraute leuchteten und zogen Bienen an und die Bienen wiederum Hornissen.

Die Tagetes und Ringelblumen im Gemüsebeet gaben alles. Allerdings habe ich die Ringelblumen auch als Quelle für den Mehltau im Verdacht, der sich im Beet ausgebreitet hat.

Den ausgebleichten Borretsch habe ich rausgemacht, wahrscheinlich etwas zu spät, denn er hat sich kräftig selbst ausgesät.

 

Der Garten – Juli 2020

Nach dem Regen im Juni wurde es im Juli sommerlich warm. Die gelbe Kapuzinerkresse, oben im Beet mit Physalis und Borretsch, ist förmlich explodiert. Es war, als beschleunige die Natur ihre Wachstumsprozess.

Wir hätten an zwei Terminen die Chance gehabt, weitere Stunden von unseren Gemeinschaftsdienst im Verein abzuleisten, waren aber zu faul. Im September und Oktober sind noch vier Termine, da sollte es klappen.

Der Juli war für uns ein Beerenmonat und Matthias hat von Stachelbeeren und Johannisbeeren fleißig Marmelade und Gelee gekocht.

Die vielen Blüten haben den Bienen hoffentlich ausreichend Nahrung beschert. Sehr gerne besucht wurden Lavendel, wilder Majoran, Borretsch und zum Ende des Monats die beiden Hibiskus-Sträucher. Mein Bildarchiv von Bienen auf Blumen ist voll.

Schmetterlinge waren leider nur wenige zu sehen. Die üblichen Kohlweißlinge und ein paar Kaisermantel am Schmetterlingsflieder. Wie erhofft, war der Kugellauch ein echter Bienenmagnet.

Wer so viel schuftet muss auch was trinken. Dazu haben wir an mehreren Stellen Bienentränken aufgestellt, die immer viel Besuch haben. Die Tränken neu zu füllen gehört, wie das Gießen der Pflanzen, gerade zu unseren häufigsten Gartenarbeiten. Man sollte darauf achten, dass es genug Landeplatz gibt. Inzwischen habe ich verschiedene Steine ausprobiert und die mit Moosbewuchs kommen am Besten an.

Das Wasser muss regelmäßig aufgefüllt bzw. erneuert werden, sonst bilden sich Algen man züchtet eine Mückenbrut. Auch für Vögel, die die Tränke besuchen, ist sauberes Wasser gesünder.

Neben all den hübschen blühenden Gewächsen haben wir natürlich, nach Kleingartenvorschrift, auch Gemüseanbaufläche. Das große Beet mit Schneckenzaun, das Ende Juni und selbst Mitte Juli noch übersichtlich aussah, ist Ende Juli gut gefüllt. Wachstum macht’s möglich.

In der unteren linken Ecke knüllen sich drei Kürbisse, in der Mitte, die Königin im Beet, eine Zucchinipflanze. Drumherum, an den Schnüren hochwachsend, vier Gurken. Ganz rechts unten und links oben auch noch ein Kürbis.

Links der Mitte wächst Mangold, daneben Ringelblume und Tagetes. Weiter oben gibt es Rucola und wo immer Platz war kuckt Lauch raus. Der war sehr gut gekeimt und daher anfangs viel zu dicht gestanden, so dass ich die Pflänzchen vereinzelt habe. Der Büschel oben rechts ist Sauerampfer.

Von den vielen gereimten Kürbissen habe ich eine große Menge auf den Komposthaufen gepflanzt. Immerhin zwei haben dort überlebt und beachtliches Blattwerk ausgebildet, der Rest wurde von Schnecken verspeist.

Hier steht die lange Tomatenreihe. Seit sie im Mai ins Beet gesetzt wurden sind die Pflanzen ordentlich gewachsen. Es sind noch alle an Bord, keine Verluste durch Krankheit oder Schnecken. Sie haben mittlerweile viele Früchte und ich fürchte, dass sie alle gleichzeitig reif werden. Dann gibt es wohl selbstgemachte Tomatensoße.

Überhaupt, die Zeit der Ernte rückt näher, was die Frage aufwirft: wie verarbeitet man all die Dinge aus dem Garten? Der August bringt da mit Sicherheit Antworten.

Der Garten – Juni 2020

Der Juni begann in Sachen Kleingarten mit einem Schreiben vom Verein. Es hatte eine vom Bezirksverband Stuttgart angeordnete Gartenbegehung gegeben.

Ergebnis: wir müssen die wilden Sträucher auf der Grenze zum Nachbargrundstück entfernen und den Zwetschgenbaum hinter der Laube kürzen. Wie wir später erfuhren, gab es viele solcher Schreiben und wir hatten noch vergleichsweise wenige Beanstandungen. Die Wildgewächse, hauptsächlich Ahorn, hat ihr Schicksal schon ereilt. Für den Zwetschgenbaum haben wir um Aufschub gebeten, denn nach dem Totalausfall 2019 hoffen wir dieses Jahr wieder auf ein Ernte.

Der Baum hat gerade wirklich zu lange, ausladende Äste, insofern war es sowieso unser Plan, ihm einen kräftigen Rückschnitt zu verpassen. In seiner Mitte ist er schön mit Moos bewachsen, was ihm ein uriges Aussehen verleiht. Ein kleines Büchlein, das uns im Garten beim Strauch- und Baumschnitt begleitet, ist „Obstbaumschnitt in Bildern“ von Hans Walter Riess.

Der Monat begann außerdem mit Regen. Das hat die Schnecken erfreut, aber auch den Pflanzen gut getan. Es geht weiter mit der Farbenpracht: Das gelbe Gewächs links ist Goldfelberich, das rechte ist Frauenmantel und der rote Klecks eine Mohnblüte.

Auch die Ernte konnte sich sehen lassen. Zu den gepflanzten Erdbeeren gab es jede Menge aromatischer Walderdbeeren.

Bei den Träubla, also den Johannisbeeren, machen die weißen den Anfang, etwas später wurden die roten reif und von den schwarzen gab es leider nur ganz wenige.

Suchbild mit Schnecke.

Wenn ich die Bilder vom Juni so ansehe, war es kein wirklich heißer Monat. Da trage ich zwar den tollen neuen Sonnenhut, aber doch auch einen Pulli.

Egal, auch bei trübem Wetter ist das Gärtnern eine Freude! Man kann mit allen Sinnen bei der Sache sein. Ganz versunken im Hier und Jetzt. Wobei die Planung natürlich auch den künftigen Raumbedarf von so mancher Pflanze einbeziehen sollte… Dazu im nächsten Monat mehr.

Hier gibt’s einen Blick auf das fast leere „schneckensichere“ Beet. Ein paar Schnecken waren natürlich trotzdem drin. Matthias hat regelmäßig abends unter die Bretter geschaut und die Übeltäter abgesammelt.

 Oben links wachsen Radieschen, oben rechts Sauerampfer. Links darunter steht Rucola und rechts sind ganz zarte Halme vom Lauch. In der Mitte sind drei Töpfe mit Blumenmischungen und an zwei Stellen schauen die Blätter von Kartoffeln raus. Die sind einfach vom letzten Jahr im Beet vergessen worden.

Unten links sind die ersten Keimblätter von Kürbissen zu sehen und unten rechts eine vorgezogene Kürbispflanze. Da wo ich Pflanzen ausgesät habe, habe ich Stöckchen hingelegt und meist auch ein Stöckchen mit dem Namen der Pflanze und dem Datum der Aussaat reingesteckt.

Bernard Cornwell: Die Uhtred Saga / The Saxon Stories

Eine Romanreihe, die ein ganzes langes Leben und zudem einen entscheidenden Abschnitt der Geschichte Englands erzählt, ist die Uhtred Saga von Bernard Cornwell. Dieses Jahr soll das 13. und damit letzte Buch erscheinen. Elf Teile habe ich gelesen und mit Uhtred dabei viele Schlachten und Schildwälle erlebt, die Küste der britischen Inseln umsegelt, Feste gefeiert und Feinde ausgetrickst. Dem Abschluss schaue ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen. Einerseits mehren sich die Altersgebrechen des Helden, andererseits gäbe es noch viele spannende Begebenheiten von denen er hätte berichten oder Leute, die er hätte beschimpfen können.

Der Protagonist ist 9 Jahre alt, ein kleiner angelsächsischer Junge, als seine Erzählung im Jahr 866 beginnt. Er ist der zweite Sohne des Burgherren von Bebbanburg, dem heutige Bamburgh Castle, im Norden Englands. Das Land ist zerteilt in viele kleine Königreiche, ein geeintes England gibt es noch nicht. An der Küste vor Bebbanburg liegt die Insel Lindisfarne. Am 8. Juni 793 wurde das dortige Kloster von Wikingern überfallen. Das Datum markierte den Beginn der Wikingerzeit. Während eines Angriffs wird Uhtreds Vater getötet und er selbst von den Dänen entführt. Er wächst halb als Däne auf und ist dadurch sein Leben lang in seinen Sympathien für die Dänen und die Angelsachsen, für die Heiden und die Christen, zwiegespalten. Durch seine Nähe zu König Alfred von Wessex und dessen Familie, verknüpft sich sein Schicksal eng mit dem des Landes.

Die ersten Teile der Reihe sind als TV-Serie von BBC unter dem Namen „The Last Kingdom“ erschienen.

Der Garten – Mai 2020

Zum Mai habe ich ein besonderes Verhältnis, denn es ist mein Geburtsmonat. In Sachen Garten ist das die Zeit, wenn der Flieder blüht und es wunderbar duftet. Die Erdbeeren haben angefangen zu blühen und es gab eine erste eigene Ernte. Die Akeleien zeigten sich in zartem Rosa und kräftigem Lila. Der Salbei blüht.

Lang ersehntes Datum um endlich die Jungpflanzen aus der Wohnung in den Garten zu bringen, waren die Eisheiligen Mitte Mai. Es heißt, danach kommt wahrscheinlich kein Frost mehr. Nach der Kalten Sophie gab es kein Halten: Tomaten, Physalis und Sonnenblumen kamen ins Freiland.

18 Tomatenpflanzen waren es. Direkt nach dem Einpflanzen sahen sie recht mitgenommen aus. Es sind lauter unterschiedliche Sorten. Jetzt wird sich zeigen, wie viele davon durchkommen.

Zum Glück hat es zwischenzeitlich geregnet. Gut für die Pflanzen, gut aber auch für die Schnecken.

Dabei sind es nur die herkömmlichen braunen Nacktschnecken, die wegen ihres Hungers für Ärger sorgen. Als Laufwege haben wir Trittbretter in den Beeten liegen, bei uns sind es die Reste vom alten Zaun. Dorthin ziehen sich die Gefräßigen gerne zurück und man kann sie einfach absammeln und umquartieren.

Die hübschen Weinbergschnecken oder die gefleckten Tigerschnecken, eigentlich heißen sie Tigerschnegel (lat. Limax maximus), dürfen bleiben. Sie fressen lieber abgestorbene Pflanzenteile und die Tiger machen sich auch über andere Nacktschnecken oder deren Eier her, sind für uns also Nützlinge. Schneckenkorn kommt daher nicht in Frage, das würde auch sie hinwegraffen.

Einen großen Beetbereich haben wir mit einem Schneckenzaun umrandet. Dort hinein kommen Salat, Kräuter und vielleicht Kürbisse. Davor an der Mauer wächst ein Stachelbeerbusch, der schon gut Beeren trägt.

Auch an Zwetschge, Birne und die Apfelbäume zeigen sich kleine Früchte. Allerdings werfen die Bäume viele davon schon wieder ab. Ich fürchte, es fehlt an Wasser.

In Sachen Kleingartenverein habe ich ende Mai an der Gemeinschaftsarbeit teilgenommen. Drei von neun Stunden in diesem Jahr sind damit geschafft. Wir haben coronamäßig auf Abstand geachtet und in kleineren Gruppen Pflegemaßnahmen an den Gemeinschaftsflächen vorgenommen: Hecken und Büsche geschnitten, die Wege und die Regenrinne daneben von Zeug befreit und uns nebenbei über den Verein und das Gärtnern ausgetauscht.