Das zweite Buch

Im vergangenen Jahr hat mir der Ehefreund Kapitel für Kapitel vorgelesen. Die Geschichte entspann sich, neue Figuren traten auf, es entstand nach und nach ein Roman. „Das Land hinter den Bergen“ ist Matthias‘ zweiter Roman und es ist ein tolles Gefühl, die ganze Arbeit nun endlich als gedrucktes Buch in den Händen zu halten. Hier auf seiner Seite berichtet der Autor selbst über die Hintergründe des Buches und es gibt auch eine Leseprobe von einigen Kapiteln.

Ein wenig will ich noch warten, dann lese ich es selbst noch einmal: am Stück, ohne Wochen der Pause dazwischen.

Der Text ist als E-Book wie auch als Book on Demand erschienen. Also in einer Printausgabe, die nach Bestellung erst gedruckt wird. Daher nicht wundern wenn es vielleicht einen Moment länger dauert, bis das Exemplar ankommt.

Zum Neckar am Dreikönigstag

Die letzten Tage hat es soviel geregnet, dass auch der Neckar mehr Wasser führt als üblich. Das wollte ich mir ansehen. Am Feiertag heute war es zum Glück trocken und mild, also gutes Spaziergang-Wetter. Über die Brücke an der Talstraße habe ich den Fluss überquert und bin Richtung Berger Steg gelaufen.

Das letzte Mal als ich hier war tobte das Volksfest auf dem Cannstatter Wasen. Heute war es dort ruhig, dafür war die B10 auf der linken Neckarseite gut zu hören. Ganz am Ende des Ufergeländes stehen die Zelte des Weltweihnachtscirkus. Sie sorgen zwar auch für eine gewisse Geräuschkulisse, doch kein Vergleich zum Wasenlärm!

Vom Steg aus sind die Berger Kirche und das Leuze Minearalbad gut zu sehen. Schlammig braun aber gemächlich ist der Neckar dahingeflossen. Ein paar kleine weiße Möwen habe ich gesehen und einen Kormoran, leider nicht nah genug für Handyfotos. Dafür, als Farbtupfer, ein Koi-Graffito an der Mauer beim Leuze.

Und noch ein Werk musste ich festhalten. Ein Stück weiter, am Zaun hinter dem Bad, steht dieser üppig gestaltete Kasten:

Die Stadt ist voller Kunst an ungewöhnlichen Orten. Wenn ich so durch die Straßen laufe, könnte ich noch viel mehr Fotos machen. Vor allem von den kleinen Dingen: ein nett gestalteter Blumenkübel, eine hübsche Hausfassade, ein Kätzchen am Fenster. Zudem blüht es selbst jetzt hier und da. Etwa die Gänseblümchen im Park der Villa Berg, der gelbe Strauch am Parkhaus der Mineralbäder oder eine Rose im Vorgarten.

Zum Jahreswechsel

Kürzlich standen die Zeugen Jehovas vor der Tür und wollten über „Hoffnung“ sprechen. Worauf sollen oder können wir hoffen? Eine philosophische Frage. Mit dem Begriff verbinde ich spontan eine eigentlich ausweglose Situation, in der dennoch der Funke einer Chance besteht, dass sie glücklich ausgeht. Nach dem Motto: für den Patienten besteht noch Hoffnung. Doch selbst wenn die Ausgangssituation nicht so extrem schlecht ist, lässt mich der Gedanke an Hoffnung davon ausgehen, das Jetzt sei nicht so gut wie es eine nahe oder ferne Zukunft sein könnte. Insofern nehme ich an, es ging den beiden Gläubigen um die Verheißung eines jenseitigen paradiesischen Zustandes bei Gott.

2017 habe ich persönlich nicht als so schlecht erlebt, dass „Hoffnung“ unbedingt ein Schlagwort wäre, welches mir im Hinblick auf 2018 in den Sinn käme. Meine Grundstimmung ist eher positiv, deshalb würde ich stattdessen „Neugier“, „Vorfreude“, „Spannung“ aber auch „Zutrauen“ nennen. Alle Herausforderungen werden sich irgendwie meistern lassen. Der Jahreswechsel ist eine Zeit der guten Wünsche, so ist die Frage „Was können oder dürfen wir hoffen?“ nicht ganz abwegig. Wir wünschen uns gegenseitig Glück, Gesundheit, Freude und Erfolg. Auf diese Weise zeigen wir Verbundenheit, denn wir wünschen unserem Gegenüber Gutes.

Was mir am Jahreswechsel gefällt, ist die Kraft in der Idee ganz neu beginnen zu können. Die Zeiger der Uhr stehen wieder auf Null, die „Sünden“ des alten Jahres sind gelöscht. Das Jahr, wenn es nur wenige Stunden alt ist, ist noch nicht verpfuscht. Das ist natürlich zugespitzt formuliert und nur eine schöne Hoffnung. Straftaten aus dem Vorjahr sind nicht einfach vergeben. Wer sich in der Silvesternacht verletzt, für den beginnt 2018 schlecht. Insofern ist das alte Jahr nicht vergessen. Ich blicke an den Feiertagen zwischen Weihnachten und Neujahr gerne zurück und nach vorne. Ich verorte mich dadurch neu und bin dankbar für Erlebtes.

Mir kommt dieser zyklische Neubeginn sehr zupass, denn ich mache gerne Pläne.  Sie sind der erste Schritt von einer Idee zu ihrer Umsetzung. Dabei ist es nicht schlimm, wenn sich auf dem Weg herausstellt, dass sie in der Wirklichkeit nicht bestehen. Nur durch den Test hat sich das schließlich herausfinden lassen.

Heute, am 1. Januar 2018 gibt es bei uns die in Schwaben obligatorische Neujahrsbrezel. Sie ist etwas in die Breite gegangen und ähnelt damit meinen diesjährigen Weihnachtsplätzchen, aber schmeckt!

Am 1. Weihnachtsfeiertag

Typisch Heiligabend: das Wetter ist für Dezember eher mild, trüb und ungemütlich. Am 1. Weihnachtsfeiertag kam dafür die Sonne raus und ich hab mich auf einen Spaziergang durch die umliegenden Ortsteile Gaisburg und Gablenberg gemacht.

In der Haußmannstraße zeigte sich durch eine Nebenstraße auf einmal der Gaskessel, dieses beeindruckend große Wahrzeichen des Ostens.

Von den Treppen unterhalb der evangelischen Stadtpfarrkirche Gaisburg aus gibt es nochmal den Gaskessel, aber auch die Mercedes Benz Arena zu sehen. Weiter rechts, hier nicht im Bild, ist die Grabkapelle von Königin Katharina auf dem Württemberg.

Durch die Klingenbachanlage, einen kleinen Park, ging es den Berg wieder hoch. Die Sonne stand schon tief und legte eine warmes Licht auf die Fassade des katholischen Pfarramts Herz Jesu. Dazu ein blauer Himmel der fast vergessen lässt, dass es in wenigen Stunden schon wieder finstere Nacht ist.

Noch ein ganzes Stück hoch bin ich gelaufen und retour über die Gablenberger Hauptstraße. Da thronen Schneemann und (Oster-)Hase friedlich nebeneinander an einem Wirtshaus.

Kloster Adelberg und Herrenbachstausee

Am 18. Oktober hatte ich noch Urlaub und das Wetter war mild und sonnig. Sehr gute Voraussetzungen also für einen Ausflug. Diesmal ging’s in den bunt gefärbten Schurwald, nach Adelberg. Das Auto haben wir auf dem Wanderparkplatz vor dem Kloster Adelberg gelassen. Von dort hat man einen wunderbaren Blick zur Schwäbischen Alb, zu den drei Kaiserbergen Stuifen, Hohenstaufen und Rechberg.

Vor dem Kloster steht eine der Stauferstelen, an der man sich über die geschichtlichen Hintergründe des Ortes kundig machen kann.

Danach sind wir durch den Innenhof gelaufen und haben die schönen Gebäude bewundert. Das Kloster ist heute keines mehr, sondern ein weltlicher Ort, mit Tierarzt und Ferienwohnung.

Quer über eine Wiese ging es dann den Berg hinunter und durch den Wald zum Herrenbachstausee. Der See ist künstlich angelegt und eigentlich ein Hochwasserrückhaltebecken. Wir sind eine Runde drumrum gelaufen, haben die Stationen am Walderlebnispfad angesehen und Anglern zu Ihrem Fang, einem Aal, gratuliert.

Als es langsam kühler wurde, sind wir in die Herrenmühle eingekehrt. Einer Gastwirtschaft mit schwarzweißem Kater, der fast wie unsere Miki aussieht.

Ein kleiner feiner Herbstausflug.

Dermot Healy „Jähe Zeiten“

Mit Irland fühle ich mich seit Kindertagen verbunden. Durch Reisen auf die Insel, durch die Freundschaften und Besuche der irischen Freunde in Deutschland. Ein Roman, der mich kürzlich wieder dorthin versetzt hat, ist „Jähe Zeiten“ (2001) von Dermot Healy. Die Geschichte spielt in Sligo, an der Atlantikküste, in Dublin und teils auch in London. Vom Inhalt will ich gar nicht viel verraten. Der Schreibstil hat mich gepackt in seiner Intensität. Die Erzählung ist sehr verdichtet, fast wie ein lyrisches Werk. Trotz meiner Ambition, nach Möglichkeit die englischen Originale zu lesen, war ich ganz froh über die deutsche Fassung. Mag sein, dass der Text auf Englisch deutlich unzugänglicher gewesen wäre. Der englische Titel lautet „Sudden Times“ (1999).

Auf meiner Leseliste steht jedenfalls noch ein Original von Healy: „Long Time, No See“ (2011). Der Autor ist 2014 sehr plötzlich und unerwartet mit nur 66 Jahren gestorben. Mit seinen Romanen, Theaterstücken und Gedichten zählt er zu den großen zeitgenössischen Autoren Irlands, wie ein Nachruf im Guardian verdeutlicht.

Von der Regisseurin Aideen Kane gibt es eine sehr schöne Dokumentation über Dermot Healy und seine Liebe zu den Wildgänsen, die jedes Jahr an der Küste Irlands Rast machen. „The Writing in the Sky“ ist 54 Minuten lang und über die beiden blauen Links auf Kanes Seite auf Vimeo abrufbar.

Sligo mag vielen als Yeats Country bekannt sein. Doch es war auch die Wirkungsstätte von Dermot Healy.

Am Neckar entlang

Auf meiner imaginären To-Do-Liste stand schon lange ein Spaziergang am Neckar entlang. Am 1. Oktober war das Wetter so schön warm und sonnig, dass ich mich endlich aufgerafft habe und einfach losmarschiert bin. Auf dem Fußweg von der Wohnung in Stuttgart Ost zum Neckar hinunter wäre die Talstraße wohl die kürzeste Streck gewesen. Allerdings ist die Talstraße, meine tägliche Pendelstrecke, auch eine stark befahrene Straße und entsprechend laut und stinkt von den Autoabgasen. So bin ich parallel dazu durch den Klingenbach-Park gelaufen. Grüne Fleckchen wie dieser Park werten die Stadt ungemein auf. Da sitzen Leute auf der Wiese oder im kleinen Biergarten, die Kinder toben herum.

Rüber über die Landhausstraße und quer durch die Kleingärten, wo alles wie rausgeputzt aussieht und die Bienen summen. Der Gaskessel ist von hier aus gut zu sehen und der Turm der evangelischen Kirche in Gaisburg. Der Gaskessel aus dem Jahr 1949 ist 102,5 m hoch und der größte noch in Nutzung befindliche Scheibengasbehälter Europas.

Der dritte Teil meines Grünflächen-Hoppings führte durch die Klingenbachanlage. Dort sind allerlei Trimm-Dich Geräte installiert, durchaus tauglich aussehend in Edelstahlfarben. Doch hege ich Zweifel ob sich Leute finden, die diese auch benutzen.

Zurück zum Lärm der Talstraße. Fatalerweise bin ich über den Gehweg auf der rechten Seite gelaufen. Von hier führte nur eine Treppe runter auf den B10-seitigen Fußweg am Neckar entlang. Notgedrungen bin ich also mit den anderen Fußgängern weiter Richtung Cannstatter Wasen gelaufen, wo gerade das Volksfest tobt. Auf Parkplatzhöhe kam endlich eine Ampel um durch die Automassen rüber auf die andere Seite wechseln zu können. Was bin ich froh, dass ich nicht auf den Wasen muss! Wie kann man sich den Trubel nur antun?

Aktuell überlege ich, mir ein paar Over-Ear-Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung zu kaufen. Für den Teil des Spaziergangs wären sie sich eine gute Sache. Die B10 verläuft zwar auf der anderen Uferseite, das Dauerrauschen des Verkehrs stört trotzdem gewaltig. Ansonsten wäre der Ausblick über das ruhig dahinfließende Wasser ganz idyllisch.

Auf Wasenhöhe hat man vom Neckarfußweg aus einen guten Blick über das Gelände, auf die vielen Wohnwagen der Schausteller und die Mechanik der Fahrgeschäfte. Der Lärm übertönt zeitweilig die Schnellstraße, was gut aber auch wieder nicht so gut ist. Ein Wandbild unter der Stadtbahn-Haltestelle „Mercedesstraße“ zeigt die kritische Auseinandersetzung mit dem Fest…

Was auch Mist ist: bis letztes Jahr war hier ein Holzssteg von Bad Cannstatt zur Wilhelma bzw. zum Rosensteinpark. Jetzt gibt’s, wie an so vielen Stellen in Stuttgart, eine Baustelle.

Freundlicher geht es ein Stück weiter zu, da liegt das Theaterschiff vor Anker. Im Wasser tummeln sich schwarze Schwäne, sehr apart. Nun ist es endlich möglich, auf einem Pfad richtig nah am Fluss entlang zu laufen.

Bis zum Heizkraftwerk der EnBW Stuttgart-Münster bin ich gegangen. Dann rüber über den Voltasteg, direkt am Kraftwerk.

Zurück auf der anderen Uferseite und über den Mühlsteg wieder auf die Cannstatter Seite. Eine kleine Runde durch die Bad Cannstatter Innenstadt gedreht. Dort hatte mich vor allem das Thadäus Troll Denkmal vom Entaklemmer neugierig gemacht.

Irgendwie war es dann aber auch genug mit Ausflug, so dass ich von der Stadtbahnhaltestelle Rosensteinpark mit der U14 wieder zurück in heimatlichere Gefilde gefahren bin. Schee war’s.

 

 

 

Barcamp Stuttgart 2017

Dieses Wochenende, am 16. und 17. September 2017, fand das 10. Stuttgarter Barcamp statt. Ort Veranstaltung war wieder der Hospitalhof in der Büchsenstraße 33. Es war wieder richtig schön! Hiermit sei ein großes Dankeschön ausgesprochen an die Organisatoren, die Sponsoren und Förderer und last not least an die vielen netten Leute, die teilgenommen haben!

Was ist ein Barcamp?

Offene Barcamps, also solche wie das in Stuttgart, sind Konferenzen ohne vorausgewählte Redner oder Themen. Es gibt nur einen räumlichen und zeitlichen Rahmen, der von den Teilnehmenden im Laufe der Veranstaltung selbst mit Inhalten gefüllt wird. So stellen sich zu Beginn der Konferenz alle vor und die, die Sessionvorschläge haben, teilen diese zu Beginn der beiden Tage der ganzen Gruppe mit. Dann wird kurz geschaut, wie groß das Interesse für die jeweiligen Themen ist und das Raster mit den zur Verfügung stehenden Zeiten und Räumen befüllt. Anschließend geht es direkt los mit den Sessions, die jeweils 45 Minuten dauern. Drumherum gibt es Frühstück, Mittagessen und Abendessen und diverse Aktivitäten im Rahmenprogramm. Die Website des Barcamp Stuttgart erklärt das alles ganz gut. Neben dem Stuttgarter gibt es natürlich auch in anderen Städten Barcamps, teils auch mit speziellen Schwerpunktthemen. Auf der Barcamp Liste sind die Termin in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammengefasst.

Der Samstag

Weil das Bedürfnis auszuschlafen größer war, habe ich am Samstag den Beginn mit Frühstück, Vorstellungsrunde, Sessionplanung und die erste Session verpasst. Die einzelnen Sessions waren einerseits in Papierform an einer Pinnwand zu sehen, andererseits über die Konferenz-Guide-App auch online abrufbar Nach dem Mittagessen war ich bei folgenden Sessions:

14:30 bis 15:15 Uhr „New Work Meditation – 1 Leitfrage & Diskussion“ mit Johannes Brehme / @jbrehme

Gedanken aus der Session: Wie möchte ich leben und arbeiten? Was ist mir wirklich wichtig?

15:30 bis 16:15 Uhr „Bullet journaling & Handlettering“ mit Jessy, die auf Instagram unterwegs ist als in.love.with.drawing

Gedanken aus der Session: Bullet Journaling als Medium zur Selbstreflexion. Anleitungen dazu gibt’s z.B. auf Youtube. Ein Bullet Journal lässt sich aus verschiedenen Elementen ganz individuell zusammenstellen.  / Thema Handlettering: kann zur Gestaltung eines Bullet Journal hinzukommen. Inspiration z.B. von Frau Hölle. Auf Instagram gibt es immer wieder lettering challenges. Es muss nicht perfekt sein!

16:30 bis 17:15 Uhr „Die Macht der Gedanken – Vortrag und Diskussion“ mit Christian

Gedanken aus der Session: Wie unsere Gedanken unseren Alltag bestimmen. Wir können zu einem gewissen Grad selbst enscheiden, welche Gedanken wir uns machen. Positiv nutzen lässt sich das durch Visualisierung: Sich vorstellen, wie eine Situation etwa idealerweise verläuft und wie sich dies anfühlt. Wir finden nur Antworten auf die Fragen, die wir uns selbst stellen. Wichtige Grundlage für eine positive Grundhaltung: Dankbarkeit. Sensibel werden dafür, was wir an Eindrücken aufnehmen möchten.

Der Sonntag

Auch hier war ich leider nicht ganz pünktlich, so dass ich nur noch einen Teil der Sessionplanung mitbekommen haben. Folgende Sessions habe ich besucht:

11:15 bis 12:00 Uhr „Nicht hoffen, sondern handeln – Lesung / Feedback“ mit Beate Buck / @beate_buck

Gedanken aus der Session: Wenn man etwas wirklich möchte, beharrlich dranbleiben. Sich nicht schon vorher durch negative Gedanken von einem Vorhaben abschrecken lassen. Schritt für Schritt gehen. Wenn es nicht klappt, hat man es wenigstens versucht.

12:15 bis 13:00 Uhr „Soziale Angst, Selbstwert, Schüchternheit“ mit Matthias / @zellmi

Gedanken aus der Session: Wie behandeln wir andere? Wie bewerten wir sie? Wie gehen wir mit uns selbst um? Maßnahme bei Katastrophendenken: Sich den idealen Verlauf einer Begebenheit vorstellen. Die Realität wird dann irgendwo dazwischen verlaufen. Handeln wie ein erwachsener Mensch: Verantwortung für sich selbst übernehmen und nicht darauf hoffen, dass andere sich schon kümmern werden. Ein Lob annehmen mit einem einfachen Danke. Ein Nein braucht keine Begründung.

14:00 bis 14:45 Uhr „Ausstieg aus einer Sekte“ mit Justus / @justusbruecke

Gedanken aus der Session: Wie wichtig doch die persönliche Freiheit ist. Auch vor allem die Freiheit der Gedanken.

15:00 bis 15:45 Uhr „Achtsam abschalten – Atem holen im Alltag“ mit Aline / @alineschmid

Gedanken aus der Session: Wie wichtig es ist, ab und zu abzuschalten. Dabei hilft, wieder bewusst zu atmen und ein Gefühl für den eigenen Körper zu bekommen. Wo zwickt es gerade und was kann ich mir Gutes tun? Wir haben 2 praktische Übungen gemacht: den Body-Scan, also das Hineinspüren in verscheidene Körperregionen. Außerdem die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Hier werden einzelne Muskeln erst angespannt und dann wieder locker gelassen.

16:00 bis 16:45 Uhr „Und was machst Du beruflich?“ mit Kathi

Gedanken aus der Session: Es ist gar nicht so leicht, die eigene Berufung zu finden. Auf dem Weg dahin gibt es viele Möglichkeiten, z.B. Teilzeitarbeit. Spannend kann die Frage sein: Und was machst Du so – wenn Du nicht arbeitest?

Fazit

Am Anfang des Barcamps fremdele ich immer ein wenig und fühle mich zwischen so vielen Leuten reizüberflutet. Am heutigen Montag bin ich daher sehr froh, frei zu haben und die vielen Eindrücke, Begegnungen und Ideen etwas sacken und einwirken lassen zu können.

Dank der über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurde wieder eine Fülle an Themen geboten und die Entscheidung für diese oder jene Session fiel schwer.

Ich nehme viele Anregungen mit und hoffe, davon etwas in meinen Alltag integrieren zu können. Und auch, über die verschiedenen Kanäle wie Twitter oder Instagram mit den Leuten über die Veranstaltung hinaus in Verbindung zu bleiben. Die Atmosphäre war wieder angenehm, offen und freundlich. Sicher auch dadurch, dass „die Community“ sich über andere Barcamps oder Twitter oder privat einfach schon kennt. Doch auch neue Leute werden, vielleicht dadurch, dass sich alle mit Du ansprechen, ganz leicht in die Gruppe integriert. So fand ich es sehr süß, dass diesmal sogar die Eltern von Organisator Jan zum ersten Mal auf einem Barcamp dabei waren.

Hilfreich für kommende Barcamps fänd ich, wenn es online eine Übersicht der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gäbe. Natürlich nicht als verpflichtende Angabe, aber als Möglichkeit für die, dies dies möchten. Die Übersicht könnte enthalten: Namen, Twitteraccount und z.B. die bei der Vorstellungsrunde genannten 3 Hashtags.

Nächstes Jahr findet das 11. Stuttgarter Barcamp am 15. und 16. September 2018 im Hospitalhof statt.

 

Wahl der schönsten Dahlie 2017

Wie jedes Jahr gibt es auch im Spätsommer bis Herbst 2017 auf dem Stuttgarter Killesberg eine große Dahlien-Schau. Weil ich diese Blumen sehr liebe, bin ich natürlich nach Möglichkeit auch bei der Wahl der schönsten Dahlie dabei. Die Entscheidung ist immer schwierig, denn eigentlich sind sie alle hübsch.

Die kleine hier, deren Namen ich nicht weiß. Oder Balldahlie Gretchen, eine alte Sorte in unglaublich kräftigem Rosa:

Oder ganz zart, fast wie eine Seerose in blassem Lila-Weiß, die Dekorative Dahlie Sandia Melodie:

Meine persönliche Favoritin dieses Jahr ist die Nr. 100, „Isadora“, eine gelb-rote Dekorative Dahlie. Nach folgendem Auswahlkriterium: Wenn es nur eine sein dürfte, welche Dahlie hätte ich dann gerne im Garten als kräftig-fröhlichen Hingucker? Voilà:

Vor 10 Jahren hat übrigens Franz Kafka gewonnen. Die hatte ich diese Jahr zuhause auf dem Balkon in einem Topf. Ganz so üppig wie hier im Freilandbeet war sie daher nicht, aber auch jede Blüte ein kleiner perfekter Pompom: