Dermot Healy „Jähe Zeiten“

Mit Irland fühle ich mich seit Kindertagen verbunden. Durch Reisen auf die Insel, durch die Freundschaften und Besuche der irischen Freunde in Deutschland. Ein Roman, der mich kürzlich wieder dorthin versetzt hat, ist „Jähe Zeiten“ (2001) von Dermot Healy. Die Geschichte spielt in Sligo, an der Atlantikküste, in Dublin und teils auch in London. Vom Inhalt will ich gar nicht viel verraten. Der Schreibstil hat mich gepackt in seiner Intensität. Die Erzählung ist sehr verdichtet, fast wie ein lyrisches Werk. Trotz meiner Ambition, nach Möglichkeit die englischen Originale zu lesen, war ich ganz froh über die deutsche Fassung. Mag sein, dass der Text auf Englisch deutlich unzugänglicher gewesen wäre. Der englische Titel lautet „Sudden Times“ (1999).

Auf meiner Leseliste steht jedenfalls noch ein Original von Healy: „Long Time, No See“ (2011). Der Autor ist 2014 sehr plötzlich und unerwartet mit nur 66 Jahren gestorben. Mit seinen Romanen, Theaterstücken und Gedichten zählt er zu den großen zeitgenössischen Autoren Irlands, wie ein Nachruf im Guardian verdeutlicht.

Von der Regisseurin Aideen Kane gibt es eine sehr schöne Dokumentation über Dermot Healy und seine Liebe zu den Wildgänsen, die jedes Jahr an der Küste Irlands Rast machen. „The Writing in the Sky“ ist 54 Minuten lang und über die beiden blauen Links auf Kanes Seite auf Vimeo abrufbar.

Sligo mag vielen als Yeats Country bekannt sein. Doch es war auch die Wirkungsstätte von Dermot Healy.

Am Neckar entlang

Auf meiner imaginären To-Do-Liste stand schon lange ein Spaziergang am Neckar entlang. Am 1. Oktober war das Wetter so schön warm und sonnig, dass ich mich endlich aufgerafft habe und einfach losmarschiert bin. Auf dem Fußweg von der Wohnung in Stuttgart Ost zum Neckar hinunter wäre die Talstraße wohl die kürzeste Streck gewesen. Allerdings ist die Talstraße, meine tägliche Pendelstrecke, auch eine stark befahrene Straße und entsprechend laut und stinkt von den Autoabgasen. So bin ich parallel dazu durch den Klingenbach-Park gelaufen. Grüne Fleckchen wie dieser Park werten die Stadt ungemein auf. Da sitzen Leute auf der Wiese oder im kleinen Biergarten, die Kinder toben herum.

Rüber über die Landhausstraße und quer durch die Kleingärten, wo alles wie rausgeputzt aussieht und die Bienen summen. Der Gaskessel ist von hier aus gut zu sehen und der Turm der evangelischen Kirche in Gaisburg. Der Gaskessel aus dem Jahr 1949 ist 102,5 m hoch und der größte noch in Nutzung befindliche Scheibengasbehälter Europas.

Der dritte Teil meines Grünflächen-Hoppings führte durch die Klingenbachanlage. Dort sind allerlei Trimm-Dich Geräte installiert, durchaus tauglich aussehend in Edelstahlfarben. Doch hege ich Zweifel ob sich Leute finden, die diese auch benutzen.

Zurück zum Lärm der Talstraße. Fatalerweise bin ich über den Gehweg auf der rechten Seite gelaufen. Von hier führte nur eine Treppe runter auf den B10-seitigen Fußweg am Neckar entlang. Notgedrungen bin ich also mit den anderen Fußgängern weiter Richtung Cannstatter Wasen gelaufen, wo gerade das Volksfest tobt. Auf Parkplatzhöhe kam endlich eine Ampel um durch die Automassen rüber auf die andere Seite wechseln zu können. Was bin ich froh, dass ich nicht auf den Wasen muss! Wie kann man sich den Trubel nur antun?

Aktuell überlege ich, mir ein paar Over-Ear-Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung zu kaufen. Für den Teil des Spaziergangs wären sie sich eine gute Sache. Die B10 verläuft zwar auf der anderen Uferseite, das Dauerrauschen des Verkehrs stört trotzdem gewaltig. Ansonsten wäre der Ausblick über das ruhig dahinfließende Wasser ganz idyllisch.

Auf Wasenhöhe hat man vom Neckarfußweg aus einen guten Blick über das Gelände, auf die vielen Wohnwagen der Schausteller und die Mechanik der Fahrgeschäfte. Der Lärm übertönt zeitweilig die Schnellstraße, was gut aber auch wieder nicht so gut ist. Ein Wandbild unter der Stadtbahn-Haltestelle „Mercedesstraße“ zeigt die kritische Auseinandersetzung mit dem Fest…

Was auch Mist ist: bis letztes Jahr war hier ein Holzssteg von Bad Cannstatt zur Wilhelma bzw. zum Rosensteinpark. Jetzt gibt’s, wie an so vielen Stellen in Stuttgart, eine Baustelle.

Freundlicher geht es ein Stück weiter zu, da liegt das Theaterschiff vor Anker. Im Wasser tummeln sich schwarze Schwäne, sehr apart. Nun ist es endlich möglich, auf einem Pfad richtig nah am Fluss entlang zu laufen.

Bis zum Heizkraftwerk der EnBW Stuttgart-Münster bin ich gegangen. Dann rüber über den Voltasteg, direkt am Kraftwerk.

Zurück auf der anderen Uferseite und über den Mühlsteg wieder auf die Cannstatter Seite. Eine kleine Runde durch die Bad Cannstatter Innenstadt gedreht. Dort hatte mich vor allem das Thadäus Troll Denkmal vom Entaklemmer neugierig gemacht.

Irgendwie war es dann aber auch genug mit Ausflug, so dass ich von der Stadtbahnhaltestelle Rosensteinpark mit der U14 wieder zurück in heimatlichere Gefilde gefahren bin. Schee war’s.

 

 

 

Barcamp Stuttgart 2017

Dieses Wochenende, am 16. und 17. September 2017, fand das 10. Stuttgarter Barcamp statt. Ort Veranstaltung war wieder der Hospitalhof in der Büchsenstraße 33. Es war wieder richtig schön! Hiermit sei ein großes Dankeschön ausgesprochen an die Organisatoren, die Sponsoren und Förderer und last not least an die vielen netten Leute, die teilgenommen haben!

Was ist ein Barcamp?

Offene Barcamps, also solche wie das in Stuttgart, sind Konferenzen ohne vorausgewählte Redner oder Themen. Es gibt nur einen räumlichen und zeitlichen Rahmen, der von den Teilnehmenden im Laufe der Veranstaltung selbst mit Inhalten gefüllt wird. So stellen sich zu Beginn der Konferenz alle vor und die, die Sessionvorschläge haben, teilen diese zu Beginn der beiden Tage der ganzen Gruppe mit. Dann wird kurz geschaut, wie groß das Interesse für die jeweiligen Themen ist und das Raster mit den zur Verfügung stehenden Zeiten und Räumen befüllt. Anschließend geht es direkt los mit den Sessions, die jeweils 45 Minuten dauern. Drumherum gibt es Frühstück, Mittagessen und Abendessen und diverse Aktivitäten im Rahmenprogramm. Die Website des Barcamp Stuttgart erklärt das alles ganz gut. Neben dem Stuttgarter gibt es natürlich auch in anderen Städten Barcamps, teils auch mit speziellen Schwerpunktthemen. Auf der Barcamp Liste sind die Termin in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammengefasst.

Der Samstag

Weil das Bedürfnis auszuschlafen größer war, habe ich am Samstag den Beginn mit Frühstück, Vorstellungsrunde, Sessionplanung und die erste Session verpasst. Die einzelnen Sessions waren einerseits in Papierform an einer Pinnwand zu sehen, andererseits über die Konferenz-Guide-App auch online abrufbar Nach dem Mittagessen war ich bei folgenden Sessions:

14:30 bis 15:15 Uhr „New Work Meditation – 1 Leitfrage & Diskussion“ mit Johannes Brehme / @jbrehme

Gedanken aus der Session: Wie möchte ich leben und arbeiten? Was ist mir wirklich wichtig?

15:30 bis 16:15 Uhr „Bullet journaling & Handlettering“ mit Jessy, die auf Instagram unterwegs ist als in.love.with.drawing

Gedanken aus der Session: Bullet Journaling als Medium zur Selbstreflexion. Anleitungen dazu gibt’s z.B. auf Youtube. Ein Bullet Journal lässt sich aus verschiedenen Elementen ganz individuell zusammenstellen.  / Thema Handlettering: kann zur Gestaltung eines Bullet Journal hinzukommen. Inspiration z.B. von Frau Hölle. Auf Instagram gibt es immer wieder lettering challenges. Es muss nicht perfekt sein!

16:30 bis 17:15 Uhr „Die Macht der Gedanken – Vortrag und Diskussion“ mit Christian

Gedanken aus der Session: Wie unsere Gedanken unseren Alltag bestimmen. Wir können zu einem gewissen Grad selbst enscheiden, welche Gedanken wir uns machen. Positiv nutzen lässt sich das durch Visualisierung: Sich vorstellen, wie eine Situation etwa idealerweise verläuft und wie sich dies anfühlt. Wir finden nur Antworten auf die Fragen, die wir uns selbst stellen. Wichtige Grundlage für eine positive Grundhaltung: Dankbarkeit. Sensibel werden dafür, was wir an Eindrücken aufnehmen möchten.

Der Sonntag

Auch hier war ich leider nicht ganz pünktlich, so dass ich nur noch einen Teil der Sessionplanung mitbekommen haben. Folgende Sessions habe ich besucht:

11:15 bis 12:00 Uhr „Nicht hoffen, sondern handeln – Lesung / Feedback“ mit Beate Buck / @beate_buck

Gedanken aus der Session: Wenn man etwas wirklich möchte, beharrlich dranbleiben. Sich nicht schon vorher durch negative Gedanken von einem Vorhaben abschrecken lassen. Schritt für Schritt gehen. Wenn es nicht klappt, hat man es wenigstens versucht.

12:15 bis 13:00 Uhr „Soziale Angst, Selbstwert, Schüchternheit“ mit Matthias / @zellmi

Gedanken aus der Session: Wie behandeln wir andere? Wie bewerten wir sie? Wie gehen wir mit uns selbst um? Maßnahme bei Katastrophendenken: Sich den idealen Verlauf einer Begebenheit vorstellen. Die Realität wird dann irgendwo dazwischen verlaufen. Handeln wie ein erwachsener Mensch: Verantwortung für sich selbst übernehmen und nicht darauf hoffen, dass andere sich schon kümmern werden. Ein Lob annehmen mit einem einfachen Danke. Ein Nein braucht keine Begründung.

14:00 bis 14:45 Uhr „Ausstieg aus einer Sekte“ mit Justus / @justusbruecke

Gedanken aus der Session: Wie wichtig doch die persönliche Freiheit ist. Auch vor allem die Freiheit der Gedanken.

15:00 bis 15:45 Uhr „Achtsam abschalten – Atem holen im Alltag“ mit Aline / @alineschmid

Gedanken aus der Session: Wie wichtig es ist, ab und zu abzuschalten. Dabei hilft, wieder bewusst zu atmen und ein Gefühl für den eigenen Körper zu bekommen. Wo zwickt es gerade und was kann ich mir Gutes tun? Wir haben 2 praktische Übungen gemacht: den Body-Scan, also das Hineinspüren in verscheidene Körperregionen. Außerdem die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Hier werden einzelne Muskeln erst angespannt und dann wieder locker gelassen.

16:00 bis 16:45 Uhr „Und was machst Du beruflich?“ mit Kathi

Gedanken aus der Session: Es ist gar nicht so leicht, die eigene Berufung zu finden. Auf dem Weg dahin gibt es viele Möglichkeiten, z.B. Teilzeitarbeit. Spannend kann die Frage sein: Und was machst Du so – wenn Du nicht arbeitest?

Fazit

Am Anfang des Barcamps fremdele ich immer ein wenig und fühle mich zwischen so vielen Leuten reizüberflutet. Am heutigen Montag bin ich daher sehr froh, frei zu haben und die vielen Eindrücke, Begegnungen und Ideen etwas sacken und einwirken lassen zu können.

Dank der über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurde wieder eine Fülle an Themen geboten und die Entscheidung für diese oder jene Session fiel schwer.

Ich nehme viele Anregungen mit und hoffe, davon etwas in meinen Alltag integrieren zu können. Und auch, über die verschiedenen Kanäle wie Twitter oder Instagram mit den Leuten über die Veranstaltung hinaus in Verbindung zu bleiben. Die Atmosphäre war wieder angenehm, offen und freundlich. Sicher auch dadurch, dass „die Community“ sich über andere Barcamps oder Twitter oder privat einfach schon kennt. Doch auch neue Leute werden, vielleicht dadurch, dass sich alle mit Du ansprechen, ganz leicht in die Gruppe integriert. So fand ich es sehr süß, dass diesmal sogar die Eltern von Organisator Jan zum ersten Mal auf einem Barcamp dabei waren.

Hilfreich für kommende Barcamps fänd ich, wenn es online eine Übersicht der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gäbe. Natürlich nicht als verpflichtende Angabe, aber als Möglichkeit für die, dies dies möchten. Die Übersicht könnte enthalten: Namen, Twitteraccount und z.B. die bei der Vorstellungsrunde genannten 3 Hashtags.

Nächstes Jahr findet das 11. Stuttgarter Barcamp am 15. und 16. September 2018 im Hospitalhof statt.

 

Wahl der schönsten Dahlie 2017

Wie jedes Jahr gibt es auch im Spätsommer bis Herbst 2017 auf dem Stuttgarter Killesberg eine große Dahlien-Schau. Weil ich diese Blumen sehr liebe, bin ich natürlich nach Möglichkeit auch bei der Wahl der schönsten Dahlie dabei. Die Entscheidung ist immer schwierig, denn eigentlich sind sie alle hübsch.

Die kleine hier, deren Namen ich nicht weiß. Oder Balldahlie Gretchen, eine alte Sorte in unglaublich kräftigem Rosa:

Oder ganz zart, fast wie eine Seerose in blassem Lila-Weiß, die Dekorative Dahlie Sandia Melodie:

Meine persönliche Favoritin dieses Jahr ist die Nr. 100, „Isadora“, eine gelb-rote Dekorative Dahlie. Nach folgendem Auswahlkriterium: Wenn es nur eine sein dürfte, welche Dahlie hätte ich dann gerne im Garten als kräftig-fröhlichen Hingucker? Voilà:

Vor 10 Jahren hat übrigens Franz Kafka gewonnen. Die hatte ich diese Jahr zuhause auf dem Balkon in einem Topf. Ganz so üppig wie hier im Freilandbeet war sie daher nicht, aber auch jede Blüte ein kleiner perfekter Pompom:

 

Limburg und Schopflocher Moor

So eine Pause tut auch beim Bloggen gut. Die wöchentlichen Einträge werde ich wahrscheinlich nicht wieder aufnehmen, doch es passiert trotzdem immer wieder was, worüber ich Lust habe zu schreiben. Also…

M. und ich waren Anfang August auf der Schwäbischen Alb. Los ging es mit einer Wanderung auf die Limburg bei Weilheim. Vom Wanderparkplatz „Friedhof Weinsteige“ (398m über NN) sind wir stetig aufwärts spaziert. Erst über einen Betonweg zwischen Obstwiesen, dann über einen Schotterweg.  Unterhalb der Spitze sieht es eher nach Wacholderheide aus, zwar karg, doch mit vielen blühenden und flatternden Schätzen.

Nächstes Mal will ich ein Bestimmungsbuch mitnehmen. Was ich einigermaßen zuordnen konnte ist der wilde Majoran und (vermutlich) eine Rosen-Malve.

Einen großen gelblichen Falter haben wir gesehen, ich glaube, es war ein Schwalbenschwanz. Von der ehemaligen Zähringer-Burg ist so gut wie nichts mehr zu sehen, dafür ist hat man dort oben von 598 m über NN eine ziemlich tolle Aussicht. Da der Berg vulkanischen Ursprungs ist und als einzelne Erhöhung auf der Ebene steht, zudem eine Aussicht nach allen Seiten. Ganz kahl ist die Spitze dennoch nicht, ein paar Linden spenden Schatten. Und auf dem Rückweg haben wir ein paar Ziegen zugewinkt.

Wieder am Auto beschließen wir, dass ein Mittagessen jetzt gut täte. Also fahren wir auf schlängelnden Wegen die Alb hinauf und – auf gut Glück – zum Otto Hoffmeister Haus, das jetzt Landgasthof und Hotel „Albengel“ heißt. Das Gebäude, der Biergarten und die Lage hätten echt viel Potential. Unser Besuch war jedoch eher enttäuschend. Das auf der Website angegebene vegetarische Gericht auf der Speisekarte gab es nicht. Das Essen war letztlich ok, allerdings kam meines erst als M. schon fertig war. Obwohl nicht viel los war, schien die Bedienung ziemlich überfordert. Dazu stand irritierend viel eingestaubter Kitsch herum.

Versöhnlich war dagegen der anschließende Spaziergang über den Bohlenweg durch die Torfgrube des Schopflocher Moors, das direkt hinter dem Grundstück beginnt. Die gute Luft, die Blumen und die weite Natur sind für Städter – die wir gerade eben leider sind – eine echte Wohltat.

Sehr putzig waren auch die Schottischen Hochlandrinder mit ihren Kälbchen.

Ende des Experiments

Ein Blogbeitrag pro Woche, die Kalenderwochen schön durchnummeriert. Das hat bis KW 28 einigermaßen geklappt. Inzwischen haben wir KW 32 und ich habe keine Lust mehr, auf Teufel komm raus etwas zu schreiben.

Anfangs war das Bloggen tatsächlich ein Ansporn etwas zu unternehmen, das „berichtenswert“ ist. Also runter von der Couch! Die letzten Wochen war ich von der Arbeit aber so ausgepowert, dass am Wochenende eigentlich nur Erholung angesagt war um überhaupt wieder Energie für Aktivitäten zu haben.

Nun nehme ich mir selbst den Druck, jede Woche etwas schreiben zu müssen. Wenn ich Lust habe, kommen auch wieder mehr Einträge.

Nichtstun ist wohl auch mal wichtig um wieder Muse zu haben.

Das Foto ist vom Ausflug am Wochenende auf die Schwäbische Alb, aufgenommen am Schopflocher Moor.

KW 28 – Falkensteiner Höhle & Albtrauf bei Hülben

Alb Ausflug am Samstag. Besuch der Falkensteiner Höhle vom gleichnamigen Wanderparkplatz aus. Der Romanautor des Rulaman, David Friedrich Weinland, wird im Eingangsbereich mit einer Tafel geehrt. Gerade in dieser Woche hatte ich das Rulaman Hörbuch beendet. So war es spannend, die Höhle aus dem Buch tatsächlich in der Realität zu sehen.

Weiter ging es zum Wanderparkplatz „Heerweg“ im Ort Hülben.

Von dort am Albtrauf entlang zum Buckleter Kapf. Von dort hat man einen tollen weiten Ausblick Richtung Dettingen a.d. Erms. Bei 732 m Höhe auch kein Wunder.

Weiter auf dem schmalen Pfad zu den Höllenlöchern und vom Nägeles Fels aus zurück nach Hülben. An den Höllenlochern, tiefen Einschnitten im Gestein, wird deutlich, wie die Kräfte am Albtrauf wirken und es hie und da bröckelt.

In Bad Urach am Markplatz eingekehrt bei Kaffee und Kuchen.

Schön war’s!

KW 27 – Arbeit und Eis

Die Arbeit hat diese Woche ziemlich dominiert. Immerhin, einmal hab ich es ins Freibad geschafft. Freitag, noch kurz vor dem großen Gewitter, war ich auf dem Ebershaldenfriedhof in Esslingen um Blumen zu pflanzen.

Spaziergang am Samstag:

Mit M. und einer Freundin zur Schleckerei, der tollen neuen Eisdiele im Stuttgarter Osten. Von dort aus durch den Park der Villa Berg und auf ein Getränk im Café Buschpilot. Ein wirklich nettes Plätzchen im Grünen! Den Berg runter weiterspaziert bis zur Stadtbahn-Haltestelle Mineralbäder und von dort wieder heimgefahren.

KW 26 – Lesen und Schreiben

„Sagen, was man denkt. Und vorher was gedacht haben.“ – Harry Rowohlt.

Über was schreiben in diesem Blog? Das frage ich mich immer wieder. Im Urlaub war mehr Muse um die Gedanken schweifen zu lassen und Ideen zu entwickeln. Jetzt sickert schon wieder die Arbeit ein in die freie Zeit am Morgen beim Frühstück, abends beim Zähneputzen, am Wochenende: was muss noch erledigt werden, wo sind Probleme zu lösen, wie geht dieses und jenes Projekt weiter?

Dieses Phänomen beobachte ich und vor dem Urlaub hätte ich mich sehr darüber geärgert. Aber Murren allein ändert noch nichts an der Situation.

Was hilft, ist Ausgleich schaffen in der Freizeit. Was möchte ich gerne unternehmen, wen treffen, wie aktiv sein? Die Wunschaktivitäten wollen jedoch wohl geplant und mit dem Ruhebedürfnis abgestimmt sein. Denn durch den Vollzeitjob und das Leben in der Stadt habe ich auch das Bedürfnis ab und an einfach gar nichts zu machen, nichts zu müssen. Die Libellen am Wasser beobachten entsprach im Spreewaldurlaub absolut meiner Vorstellung von Kontemplation.

Im Bücherhimmel – die Stuttgarter Stadtbibliothek

Gestern waren wir mit unserem Besuch in der Stuttgarter Stadtbibliothek. Mit ihrem offenen, hellen Innenraum, der die Bücher auf so angenehme Art und Weise zugänglich macht, ist sie immer wieder beeindruckend. Zwei Bücher habe ich spontan ausgeliehen: Cees Noteboom „533 Tage“ (2016) und Tariq Ali „Das Buch Saladin“ (1998).

Im Urlaub und direkt im Anschluss gelesen: Sarah Kuttner „Mängelexemplar (2009) und Shia Su „Zero Waste: Weniger Müll ist das neue Grün“ (2016).

Wenn die Zeit nicht reicht für größere eigene Unternehmungen, so ist Lesen doch wenigstens für den Geist eine inspirierende Aktivität.