Diese Woche hatte ich Urlaub und ich gestehe, nicht viel Recherche zu Buffalo Springfield betrieben zu haben. Statt dessen war Gartenarbeit angesagt und Faulenzen. Einen Ohrwurm hatte ich aber doch immer dabei: „For What It’s Worth“ (1967)

Das Lied ist ihr größter Hit und erhält die bemerkenswerte Zeile: „Nobody’s right if everybody’s wrong“. Tatsächlich ist die Zeile der Grund, weshalb sie überhaupt im 52-Bands Projekt gelandet sind. Geschrieben wurde es von Stephen Stills. Er verarbeitet darin Auseinandersetzungen zwischen jungen Leuten und der Polizei auf dem Sunset Strip in Hollywood. Zu der Zeit wurde die Gegend um den Rock Club Whisky  A Go Go immer beliebter und zog Massen von Rock Fans an. Um dem Treiben Herr zu werden, wurde 1966 eine Ausgangssperre und strenge Gesetze gegen das Herumlungern erlassen. Was die Musikfans wiederum als Beschneidung ihrer Bürgerrechte empfanden.

Buffalo Springfield haben zusammen nur drei Alben veröffentlicht. In der kurzen Zeit ihres Bestehens haben sie jedoch wichtige Grundlagen für die weitere Entwicklung der amerikanischen Folk-Musik gelegt. 1997 wurden sie in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Die Band formierte sich aus drei Kanadiern: Neil Young, Bruce Palmer, Dewey Martin und zwei Amerikanern: Stephen Stills und Richard Furay.

Politische Lieder

Nach ihrer Auflösung bildete sich mit Crosby, Stills & Nash eine neue Supergroup, der sich auch Neil Young später anschloss. Deren Gesang ist harmonisch und die Inhalte der Lieder sind oft politisch engagiert. Ein Beispiel ist das Stück „Ohio“ (1970), bei dem es darum geht, dass vier Studenten, die gegen den Vietnamkrieg protestierten, von der Ohio National Guard erschossen wurden.

Auch Crosby, Stills & Nash wurden 1997 in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

Von Neil Young kannte ich bereits einige Stücke. So war es schön, in dieser Woche ein paar Solo-Sachen von Stephen Stills zu entdecken. Mir gefällt sein Gitarrenspiel und die Art, wie in den Liedern Geschichten erzählt werden. Im Ohr geblieben sind mir von seinem Album „Stills Alone“ (1991) das Stück „Blind Fiddler“ und „Treetop Flyer“. Bei letzterem Titel geht es um US-Piloten, die aus dem Vietnamkrieg zurückkehren. Da sie in der Heimat keine richtige Anstellung finden, verdienen sie sich ihr Geld als Schmuggler mit besonderem Fluggeschick. Der Klang der Gitarre und der Inhalt haben mich „On the Border“ von Al Stewart erinnert.

 

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