Nach dem Regen im Juni wurde es im Juli sommerlich warm. Die gelbe Kapuzinerkresse, oben im Beet mit Physalis und Borretsch, ist förmlich explodiert. Es war, als beschleunige die Natur ihre Wachstumsprozess.

Wir hätten an zwei Terminen die Chance gehabt, weitere Stunden von unseren Gemeinschaftsdienst im Verein abzuleisten, waren aber zu faul. Im September und Oktober sind noch vier Termine, da sollte es klappen.

Der Juli war für uns ein Beerenmonat und Matthias hat von Stachelbeeren und Johannisbeeren fleißig Marmelade und Gelee gekocht.

Die vielen Blüten haben den Bienen hoffentlich ausreichend Nahrung beschert. Sehr gerne besucht wurden Lavendel, wilder Majoran, Borretsch und zum Ende des Monats die beiden Hibiskus-Sträucher. Mein Bildarchiv von Bienen auf Blumen ist voll.

Schmetterlinge waren leider nur wenige zu sehen. Die üblichen Kohlweißlinge und ein paar Kaisermantel am Schmetterlingsflieder. Wie erhofft, war der Kugellauch ein echter Bienenmagnet.

Wer so viel schuftet muss auch was trinken. Dazu haben wir an mehreren Stellen Bienentränken aufgestellt, die immer viel Besuch haben. Die Tränken neu zu füllen gehört, wie das Gießen der Pflanzen, gerade zu unseren häufigsten Gartenarbeiten. Man sollte darauf achten, dass es genug Landeplatz gibt. Inzwischen habe ich verschiedene Steine ausprobiert und die mit Moosbewuchs kommen am Besten an.

Das Wasser muss regelmäßig aufgefüllt bzw. erneuert werden, sonst bilden sich Algen man züchtet eine Mückenbrut. Auch für Vögel, die die Tränke besuchen, ist sauberes Wasser gesünder.

Neben all den hübschen blühenden Gewächsen haben wir natürlich, nach Kleingartenvorschrift, auch Gemüseanbaufläche. Das große Beet mit Schneckenzaun, das Ende Juni und selbst Mitte Juli noch übersichtlich aussah, ist Ende Juli gut gefüllt. Wachstum macht’s möglich.

In der unteren linken Ecke knüllen sich drei Kürbisse, in der Mitte, die Königin im Beet, eine Zucchinipflanze. Drumherum, an den Schnüren hochwachsend, vier Gurken. Ganz rechts unten und links oben auch noch ein Kürbis.

Links der Mitte wächst Mangold, daneben Ringelblume und Tagetes. Weiter oben gibt es Rucola und wo immer Platz war kuckt Lauch raus. Der war sehr gut gekeimt und daher anfangs viel zu dicht gestanden, so dass ich die Pflänzchen vereinzelt habe. Der Büschel oben rechts ist Sauerampfer.

Von den vielen gereimten Kürbissen habe ich eine große Menge auf den Komposthaufen gepflanzt. Immerhin zwei haben dort überlebt und beachtliches Blattwerk ausgebildet, der Rest wurde von Schnecken verspeist.

Hier steht die lange Tomatenreihe. Seit sie im Mai ins Beet gesetzt wurden sind die Pflanzen ordentlich gewachsen. Es sind noch alle an Bord, keine Verluste durch Krankheit oder Schnecken. Sie haben mittlerweile viele Früchte und ich fürchte, dass sie alle gleichzeitig reif werden. Dann gibt es wohl selbstgemachte Tomatensoße.

Überhaupt, die Zeit der Ernte rückt näher, was die Frage aufwirft: wie verarbeitet man all die Dinge aus dem Garten? Der August bringt da mit Sicherheit Antworten.

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