Eine Romanreihe, die ein ganzes langes Leben und zudem einen entscheidenden Abschnitt der Geschichte Englands erzählt, ist die Uhtred Saga von Bernard Cornwell. Dieses Jahr soll das 13. und damit letzte Buch erscheinen. Elf Teile habe ich gelesen und mit Uhtred dabei viele Schlachten und Schildwälle erlebt, die Küste der britischen Inseln umsegelt, Feste gefeiert und Feinde ausgetrickst. Dem Abschluss schaue ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen. Einerseits mehren sich die Altersgebrechen des Helden, andererseits gäbe es noch viele spannende Begebenheiten von denen er hätte berichten oder Leute, die er hätte beschimpfen können.

Der Protagonist ist 9 Jahre alt, ein kleiner angelsächsischer Junge, als seine Erzählung im Jahr 866 beginnt. Er ist der zweite Sohne des Burgherren von Bebbanburg, dem heutige Bamburgh Castle, im Norden Englands. Das Land ist zerteilt in viele kleine Königreiche, ein geeintes England gibt es noch nicht. An der Küste vor Bebbanburg liegt die Insel Lindisfarne. Am 8. Juni 793 wurde das dortige Kloster von Wikingern überfallen. Das Datum markierte den Beginn der Wikingerzeit. Während eines Angriffs wird Uhtreds Vater getötet und er selbst von den Dänen entführt. Er wächst halb als Däne auf und ist dadurch sein Leben lang in seinen Sympathien für die Dänen und die Angelsachsen, für die Heiden und die Christen, zwiegespalten. Durch seine Nähe zu König Alfred von Wessex und dessen Familie, verknüpft sich sein Schicksal eng mit dem des Landes.

Die ersten Teile der Reihe sind als TV-Serie von BBC unter dem Namen „The Last Kingdom“ erschienen.

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