Zum Mai habe ich ein besonderes Verhältnis, denn es ist mein Geburtsmonat. In Sachen Garten ist das die Zeit, wenn der Flieder blüht und es wunderbar duftet. Die Erdbeeren haben angefangen zu blühen und es gab eine erste eigene Ernte. Die Akeleien zeigten sich in zartem Rosa und kräftigem Lila. Der Salbei blüht.

Lang ersehntes Datum um endlich die Jungpflanzen aus der Wohnung in den Garten zu bringen, waren die Eisheiligen Mitte Mai. Es heißt, danach kommt wahrscheinlich kein Frost mehr. Nach der Kalten Sophie gab es kein Halten: Tomaten, Physalis und Sonnenblumen kamen ins Freiland.

18 Tomatenpflanzen waren es. Direkt nach dem Einpflanzen sahen sie recht mitgenommen aus. Es sind lauter unterschiedliche Sorten. Jetzt wird sich zeigen, wie viele davon durchkommen.

Zum Glück hat es zwischenzeitlich geregnet. Gut für die Pflanzen, gut aber auch für die Schnecken.

Dabei sind es nur die herkömmlichen braunen Nacktschnecken, die wegen ihres Hungers für Ärger sorgen. Als Laufwege haben wir Trittbretter in den Beeten liegen, bei uns sind es die Reste vom alten Zaun. Dorthin ziehen sich die Gefräßigen gerne zurück und man kann sie einfach absammeln und umquartieren.

Die hübschen Weinbergschnecken oder die gefleckten Tigerschnecken, eigentlich heißen sie Tigerschnegel (lat. Limax maximus), dürfen bleiben. Sie fressen lieber abgestorbene Pflanzenteile und die Tiger machen sich auch über andere Nacktschnecken oder deren Eier her, sind für uns also Nützlinge. Schneckenkorn kommt daher nicht in Frage, das würde auch sie hinwegraffen.

Einen großen Beetbereich haben wir mit einem Schneckenzaun umrandet. Dort hinein kommen Salat, Kräuter und vielleicht Kürbisse. Davor an der Mauer wächst ein Stachelbeerbusch, der schon gut Beeren trägt.

Auch an Zwetschge, Birne und die Apfelbäume zeigen sich kleine Früchte. Allerdings werfen die Bäume viele davon schon wieder ab. Ich fürchte, es fehlt an Wasser.

In Sachen Kleingartenverein habe ich ende Mai an der Gemeinschaftsarbeit teilgenommen. Drei von neun Stunden in diesem Jahr sind damit geschafft. Wir haben coronamäßig auf Abstand geachtet und in kleineren Gruppen Pflegemaßnahmen an den Gemeinschaftsflächen vorgenommen: Hecken und Büsche geschnitten, die Wege und die Regenrinne daneben von Zeug befreit und uns nebenbei über den Verein und das Gärtnern ausgetauscht.

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