Eine Stunde Fahrtzeit entfernt von Stuttgart-Ost liegt die Burg Hohenzollern auf einem Zeugenberg am Albtrauf. Über die B27 kommend sieht man sie schon in der Ferne. Allerdings wird der Blick von modernen Einrichtungen wie Tank- und Raststätten geschmälert. Runter von der Schnellstraße ist man aber gleich im Grünen und blickt idyllischer hinauf zum türmchenreichen Gemäuer.

Wir sind bis zum offiziellen Parkplatz gefahren und haben die 2 Euro Parkgebühr entrichtet. Statt mit dem Shuttlebus sind wir von dort zu Fuß den Berg hochgelaufen. Ein steiler Anstieg, der später beim Rückweg gemein in die Waden ging und einen ordentlichen Muskelkater gegeben hat.

Für 12,00 Euro Eintritt haben wir die 45-minütige Hohenzollernführung mitgemacht. Da mir die geschichtlichen Hintergründe im Vorfeld nicht so präsent waren, genau die richtige Entscheidung. Denn ohne das Geflecht aus Verwandtschaftsverhältnissen und Gebietsansprüchen hätte es die Burg so nicht gegeben. Ich kann nicht behaupten, jetzt den totalen Durchblick im Haus Hohenzollen zu haben, dennoch sind ein paar Persönlichkeiten in Erinnerung geblieben. So haben wir etwa den Mantel des „alten Fritz“ (Friedrich II oder auch Friedrich der Große) bestaunen können mit dem Einschussloch, wo seine Schnupftabaksdose ihm das Laben gerettet hat.

Die Burg ist hübsch anzusehen, von Weitem wie vor Ort und sehr gut auf den Besucheransturm vorbereitet. Das Essen im Biergarten war angenehm und ganz international, umringt von asiatischen, amerikanischen und italienischen Touristen.

Auf dem Rückweg sind wir in Dußlingen im Café Schiller eingekehrt und wurden sehr freundlich bewirtschaftet. Am Ortsrand waren wir anschließen noch auf einem Erdbeerfeld zum Selbstpflücken und haben bei bestem Alb-Panorama-Blick unser Körbchen gefüllt.

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