PinkeKlamottenFlugzeug

Die Liguster-Hecken duften, auf der Uhlandshöhe ist fast nichts los, die Vöglein zwitschern, beste Aussicht in den Stuttgarter Kessel und über den Osten zum Gaskessel, 28° schon am Vormittag. Um noch Holunderblüten für Sirup zu ernten war ich deutlich zu spät dran. Dafür ließ es sich heute früh sehr angenehm auf einer Bank unter Bäumen sitzen, laues Lüftchen um die Nase, Blick in die Weite. Ab und an ein Zug, der sich in der Distanz aus der Bahnhofsbaustelle schlängelte. Ganz schön schön, diese Ruhe!

Die Gedanken gleiten viel müheloser als in der Wohnung, auch wenn es da deutlich kühler wäre. Für manche Kniffligkeit tut sich eine unerwartete Lösung auf. Der eigene Blick wird klarer für einen Moment: was möchte ich gern … einen Ostsee-Urlaub, etwas Nähen, Pizza selbermachen, zum Vegan-Street-Day, Wildkräuter erkennen und nutzen lernen. Das ließe sich noch eine Weile weiterspinnen.

Oft lösen diese entspannten Momente bei mir – und wie ich vorhin in einem eher gruseligen Artikel bei „Telepolis“ gelesen habe, auch bei anderen, sowas wie einen Wochenend-Blues aus. Vielleicht, weil die aktuelle Situation als nicht so befriedigend empfunden wird wie die, die Mensch sich gerade als Ideal vorstellt. Dabei hilf da gar kein Murren sondern nur Machen, beharrlich und geduldig sein. Gerade lese ich „Haben oder Sein“ (1976) von Erich Fromm. Ein sehr aufschlussreiches Buch, dass zwar schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, aber noch immer sehr interessante Betrachtungen und Analysen dazu bietet, wie es uns so geht als Gesellschaft.

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