Letzte Woche die Toten Hosen, diese Woche NOFX: es sind wohl Punk-Wochen im 52-Bands-Projekt.
Punk ist nicht so ganz meine Musik. Das heißt, ich höre schon auch mal ein paar Lieder, dann langt es mir aber auch wieder. NOFX kenne ich nur durch Matthias und eigentlich nur das Lied „Kill All The White Man“:

Hier eine Live-Aufnahme vom Hurricane Festival 2018. Im Lied geht es um die Brutalität von kolonialen Eroberungen und die Wut der eroberten Menschen. Das alles präsentiert mit einer leichten, schwingenden Reggae-Melodie.

Ihre Texte sind teils persönlich, teils sehr politisch. 2003 richteten sie sich im Album „The War on Errorism“ gegen George W. Bush.

Mir gefällt an ihnen, dass sie eine Mischung aus Reggae und melodischem Punkrock spielen. Reggae ist zum Beispiel auch auf dem Lied „Bob“ vom 1992er Album „White Trash“ zu hören. Sie erinnern ein wenig an The Offspring und Green Day, mit denen in den 90ern ein Revival des Punk begann.

NOFX kommen aus Los Angeles, also wie die beiden eben genannten aus Kalifornien. Ihr Sound klingt jedoch dreckiger als der vom The Offspring und Green Day. Wenn hier schon Bands genannt werden, sollen unbedingt noch weitere Kalifornier genannt werden: Bad Religion. Die finde ich persönlich spannend, auch wenn ihre Lieder für mich alle gleich (gut) klingen. Ich hoffe, irgendwann Zeit und Muse zu finden, um mich mit ihren Texten zu befassen.

Gegründet wurde NOFX 1983 von Sänger/Bassist Fat Mike (Mike Burkett), Gitarrist Eric Melvin und Schlagzeuger Erik Sanden. Zur aktuellen Besetzt gehört außerdem Trompeter, Sänger, und Gitarrist El Hefe (Aaron Abeyta).

Der Song „Doors and Fours“ ist eine Rückschau auf die frühe 80er LA Punk-Szene. Es ist ein Stück auf ihrer aktuellen 2021er Platte „Single Album“. Diese ist ihr inzwischen 14. Studio-Album:

Das Video zu „Doors and Fours“ zeigt viel Bildmaterial aus der Zeit. In der Szene ging es rau zu und Drogen waren weitverbreitet. Auch NOFX haben damit ihre Erfahrungen. Im Lied „Six Years on Dope“ thematisieren sie, wie kaputt man durch Drogen wird.

Ganz aktuell sind sie mit dem Thema sexuelle Identität im Stück „Fuck Euphemism“ vom 2021er Album. Die Lyrics werden im Video eingeblendet und stehen auch auf Youtube unter der Video-Info, sodass mensch eine Chance hat, den Inhalt zu verstehen. Euphemismus ist übrigens ein Ausdruck, der einen Sachverhalt beschönigend oder mildernd darstellt.

1990 haben Sänger Fat Mike und seine Freundin Erin das Plattenlabel Fat Wreck Chords gegründet. Es ist ein auf Punkrock spezialisiertes Independent Label, von dem ab dem Jahr 2003 auch die NOFX-Alben erschienen.

Eine ganz lustige Idee, die hier auch noch erwähnt sei, haben NOFX mit ihrem 2020er Album realisiert. „West Coast vs. Wessex“ ist ein geteiltes Album, zusammen mit dem britischen Musiker Frank Turner. Dabei spielen sie gegenseitig jeweils fünf Stücke des anderen.

 

 

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