Die neue Woche im #52Bands-Projekt brachte ein krasses Kontrastprogramm zu den düsteren Klängen der Vorwoche. Spaßigen Rock ’n‘ Roll aus Hessen!

Ein Auftritt der Rodgau Monotones war Matthias‘ erstes Konzert – ein prägendes Erlebnis. Die Lieder der Band hat er aktiv mit in die Beziehung gebracht. Da kommt auch im Schwabenländle fröhliches Hessen-Feeling auf.

Viele der Texte sind mir inzwischen so bekannt, dass ich mitsingen bzw. mitsprechen könnte. So etwa bei „Die Hesse komme“:

„Was machst’n mit meim Plattenspieler?“

„Kaputt!“

„Drecksack!“

Der Hit aus dem Jahr 1984, der ihnen bundesweite Aufmerksamkeit bescherte. Hier im TV-Vollplayback, angekündigt von Thomas Gottschalk:

Bemerkenswert ist, dass im Lied ganz früher deutscher bzw. hessischer Rap zu hören ist: bei 2:42 Min geht’s los, zum Glück mit Untertitel.

Der andere Monotones-Hit auf dem Weg zu mehr Bekanntheit, ist „Ei gude wie“ (1982). Darin wird die unangenehme Situation beschrieben, jemand zu treffen, den man gar nicht treffen wollte und der sich daraus ergebende Smalltalk:

Die Rodgau Monotones sind sowas wie eine schräge Mischung aus ZZ Top Musik mit Badesalz-Texten. Das kommt nicht von ungefähr, denn klassischer Rock à la ZZ Top oder Queen waren 1977 bei Gründung der Band die ersten Einflüsse. Das Badesalz-Feeling kommt von der Begebenheit, dass Henni Nachtsheim, ein Teil des Comedy-Duos Badesalz, bis 1990 einer der Sänger und Saxophonist der Monotones war.

Sein Badesalz-Partner Gerd Knebel war 1979 bis 1988 Sänger der hessischen Comedy-Rock Band „Flatsch!“. Auch die seien an dieser Stelle mit einem Video gewürdigt:

Nachtsheim stieg 1990 aus, um sich ganz der Comedy zu widmen und wurde 1991 durch die Sängerin Kerstin Pfau ersetzt. Wie in der Bandgeschichte beschrieben, passt sie musikalisch super zur Truppe, kommt aus dem Rodgau und kommt auch mit dem eigenen Humor der Band klar.

Ein Stück, das ich bis zu dieser Woche noch nicht kannte und ihre Präsenz als Sängerin gut zeigt, ist „Ein frauenfeinliches AC/DC Stück“. Bis es losgeht wird viel gebabbelt, so sind die Hessen eben. Lied geht los bei 3:15 Min:

Es gäbe noch viele Lieder, die ich hier verlinken könnte. Die Rodgau Monotones sind immer eine sichere Bank. Auch die aktuellste Platte „Genial“ von 2015 ist hörenswert! Wenn ich die Live-Auftritte sehe, bekomme ich vor allem Lust auf ein Konzert zu gehen.

 

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