Diese Woche war wieder sehr von Arbeit geprägt und ich bedaure es, nicht mehr Zeit und Muse für die Band der Woche gefunden zu haben. Immerhin gab es am Freitag ein freudiges Ereignis: mein Vater hat die erste Corona-Schutzimpfung erhalten. Den zweiten Termin gibt’s auch schon Ende des Monats. Das ist wirklich ein Lichtblick!

Auf die Kanadier Rush war ich vorfreudig neugierig, seit ich in der SAGA-Woche den Rush Song „Tom Sawyer“ gefeiert habe. Ganz passend zum Gesundheitsthema habe ich eine Aufnahme entdeckt, bei der sie 2003 auf einem Benefizkonzert in ihrer Heimatstadt Toronto auftreten. Es war das SARS-Stock Festival, das helfen sollte, Torontos Wirtschaft nach dem SARS Ausbruch wieder anzukurbeln:

Warum sie Waschmaschinen auf der Bühne haben, kann ich nicht sagen. Die Basics kommen aber gut rüber: drei gut eingespielte Herren, die routiniert und mit Freude miteinander Musik machen. Alex Lifeson an der Gitarre, Geddy Lee mit Gesang und Keyboard und Neil Peart am Schlagzeug.

Die Band kann auf eine lange Geschichte, viele Platten, viele Ehrungen und ein beständiges Line-up zurückblicken. Markant finde ich vor allem die hohe Stimme von Geddy Lee, den treibenden Bass und die vielen kleinen Ornamente und Stilwechsel, die in den Stücken von Rush zu entdecken sind.

Gegründet 1968, aufgelöst 2018, sind sie dem Hard Rock oder Progressive Rock zuzuordnen. Ein Stück, das sich beispielsweise schön Zeit nimmt zur Entwicklung von allerlei Klängen, ist das 11-minütige „Xanadu“ (1977) vom Album „A Farewell to Kings“: der Gesang setzt erst nach fünf Minuten ein.

Auch ein tolles Lied: „Spirit of the Radio“ (1980) vom Album „Permanent Waves“, bei dem nach ca. 4 Minuten sowas wie ein Reggae-Rhythmus reinkommt.

Das Video ist 2020 anlässlich des 40-Jubiläums des Songs entstanden. Es endet mit dem Bild eines leeren Schlagzeugs und der Unterschrift: „In memory of our brother Neil Peart“.

Der Schlagzeuger und Texter zog sich 2015 aus der Öffentlichkeit zurück. Er starb 2018 nach dreijähriger Krankheit, woraufhin die verbleibenden Mitglieder das Ende von Rush bekannt gaben. Er scheint ein sympathischer und kreativ begabter Mensch gewesen zu sein, der von seinen Freunden sehr vermisst wird.

Umso schöner, dass er 2013 noch miterleben durfte, wie Rush in die Rock & Roll Hall of Fame aufgenommen wurde. Eine flammende Rede zur Zeremonie kam von Dave Grohl und Taylor Hawkins von den Foo Fighters:

Es lohnt sich übrigens, die Rush Acceptance Speeches at the 2013 Rock & Roll Hall of Fame Induction Ceremony anzuschauen. Fast schon Kleinkunst 🙂

 

 

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