Auch diese Woche mangelte es nicht an Arbeit, so dass das Wochenende bzw. die Freizeit sehr ersehnt wurde. Ein Spaziergang im Körschtal-Wald war da schon eine willkommene Auszeit unter der Woche. Und siehe da, der Bärlauch ist erntereif und es blühen ganz zauberhaft die Buschwindröschen.

Dank Schonkost kamen die Bauchschmerzen die Woche nur einmal zurück. Am Wochenende stand daher statt Sofa und Wärmflasche endlich wieder ein längerer Spaziergang auf meinem Programm. In der Stadtteilbibliothek in Stuttgart Ost ein Buch zum Schmökern mitgenommen: „Bob, der Streuner“ von James Bowen. Eine richtig schöne Katzengeschichte und schon halb durchgelesen!

Dann ging’s auf die Uhlandshöhe, die Stäffala hochgeschnauft. Ja, ich war etwas aus der Puste, da nicht ganz fit. Der Ausblick nach Mitte und in den Osten war diesmal ungewohnt klar, dabei dachte ich, dass wir noch Feinstaubalarm hätten.

Was mich allerdings mehr überrascht und ziemlich geärgert hat war der viele Müll. Auf dem Aussichtsplatz, rund um die Bänke und auf der Wiese lagen überall Pappbecher, Tetrapacks, Flaschen bzw. Scherben, sogar ein Einweggrill mit einem zurückgelassenen Würstchen und Barbecue Soße standen da rum. Als hätte da eine Meute gefeiert, die ganz hastig aufbrechen musste. Was denken sich Menschen, die sowas machen? Nach mir die Sintflut? Dann haben wir den Untergang wohl verdient. Hätte ich einen Plastiksack und eine entsprechende Müllauflesezange gehabt, ich hätte direkt angefangen den ganzen Mist einzusammeln. Wäre das ein Fall für das Ordnungsamt gewesen?

Statt mich länger über so unerfreuliche Dinge aufzuregen habe ich lieber die schönen Anblicke auf dem Weg beachtet: die Esel an der Sternwarte und die Ziegen nebenan. Außerdem blühen auch hier schon so einige Pflänzchen: Gänseblümchen, Veilchen und immer wieder Narzissen, wie hier in der Haußmannstraße.

Auf dem Rückweg ging es noch üppiger zu, mit mehreren Magnolien und dem geballten Farbrausch der Ranunkeln vorm Königsbäck.

Damit unser Garten und Balkon diesen Sommer da wenigstens etwas mithalten kann, habe ich angefangen ein paar Pflänzchen auszusäen: Kapuzinerkresse „Rankender Roland“ und Sonnenblumen „Henry Wilde“. Im Topf wartet außerdem die Pompom-Dahlie „Franz Kafka“ auf ihr Erwachen. Hoffentlich wird’s was.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.