Archiv für das Tag 'Natur'

Spaziergang zur Kräuterwiese

Natali 29. August 2010

Es lohnt sich, ab und an die Kamera dabei zu haben. Bei meinem letzten Spaziergang zum Waltershäuser Schloss Tenneberg und den Kräuterwiesen kam an einem trüben Tag plötzlich die Sonne durch

Im Vergleich zum sehr verbauten Schwabenland ist die Landschaft hier wunderbar weit und waldreich. Das gefällt mir sehr und ich freue mich schon auf zukünftige Ausflüge in den nahen Thüringer Wald oder den Hainich. Die Heinz-Sielmann-Stiftung sucht in diesem Jahr das Schönste Naturwunder Deutschlands. Die, neben dem Hainich, zur Wahl stehenden Waldgebiete klinge alle sehr verlockend für einen Ausflug.

Kleiner Kämpfer in grün

Natali 26. Juni 2010

Das Glanzkölbchen, Aphelandra squarrosa, hat es echt nicht leicht. Es stand in den sieben Jahren unseres Zusammenlebens schon mehrfach kurz vorm Abgrund zum Biomülleimer, zuletzt vor dem Umzug im April dieses Jahres. Die durchschnittliche Blätterzahl lag bei drei, wobei immer eines schon leicht braun und verknittert war.

Eigentlich hat nur die Tatsache, dass es eine so gute Indikatorpflanze für Wassermangel ist, den kleinen Kümmerling überleben lassen. Das restliches Zimmergrün wurde dann auch gegossen, sobald das Glanzkölbchen mit seinen restlichen Blättern schlaff in der Ecke hing.

Und nun, tata…. geht es ihm am neuen Standort auf einmal richtig gut. Vielleicht schaffe ich es hier auch endlich, mich an die Pflegehinweise zu halten. Das Highlight wäre, wenn es noch einmal eine so bizarre gelbe Blüte hervorbringen würden.

Blühender Architektentrost

Natali 4. Oktober 2009

Biene_Knoeterich

Wenn es um Tiere und Pflanzen geht, bin ich doch immer wieder sehr begeisterungsfähig. Auf dem heimischen Balkon ist es momentan der Schlingknöterich, der mit seinen vielen weißen Blüten sehr für Freude sorgt.

In unserem eng bebauten Wohngebiet, wo nicht wirklich viel Platz für Wildwuchs ist und im Sommer ständig jemand mit dem Rasenmäher hantiert, ist diese Pflanze stoisch immer weiter an unserem Balkon hochgewachsen. Bei Wikipedia wird sie mit dem Spitznamen “Architektentrost” bezeichnet. Das Machwerk unseres Wohnhausarchitekten gewinnt durch den Schlinger auf jeden Fall.

Die massive Blattlausplage hat sie zwar kurzzeitig verunstaltet. Doch ein Heer von Marienkäferlarven und wenig später ausgewachsenen Marienkäfern hat den Läusen letztlich schnell und gründlich ein Ende bereitet.

Und jetzt, noch im Herbst, blüht der Knöterich wunderbar üppig und lockt jede Menge Bienen an.

Spaziergang über die Felder

Natali 5. September 2009

Das war es dann wohl mit dem Sommer. Kalendarisch haben wir Herbst, sagen wir Fühherbst, worüber ich aber kein bißchen traurig bin. Jetzt kommt bald die Zeit, wenn es stürmt und die Blätter sich in den tollsten Farben zeigen. Zusammen mit der tiefer stehenden Sonne kann das sehr schöne Bilder ergeben.

Heute war ich bei uns auf den Felden unterwegs und hab die Nase etwas in den Wind gehalten. Am Wochenende kommt bei mir meist irgendwann der Drang zu einem Spaziergang auf. Hinterher hab ich mich etwas geärgert, dass ich nur das Handy und nicht die Kamera dabei hatte. So gibt es jetzt eben nur Fotos mit dem Nokia 5000…

Bei der nächsten Runde kommt die richtige Kamera mit, das hat nämlich großen Spaß gemacht und ich hätte immer weiter knippsen können.

Zeichne ‘nen Vogel

Natali 15. Juli 2009

DrawingTheMotmot

Ausschnitt einer Zeichnung von Debby Cotter Kaspari auf ihrem Blog "Drawing The Motmot"

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Nach langer Pinselabstinenz habe ich die Tage endlich wieder mit einigen kleinen Skizzen angefangen. Also Bilder aus einem Bestimmungsbuch für Vögel abgezeichnet und mit wasserlöslichen Farbstiften und Aquarellfarben ergänzt. Linien habe ich mit Bleistiften und Füller gezogen.

Keine Spontanmeisterwerke, aber das Malen und Zeichnen an sich war schön entspannend. Und das, obwohl das genaue Hinsehen und die Umsetzung auf dem Blatt eine Übung in Konzentration sind.

Am Abend bin ich im Netz über ein paar beeindruckend plastische (Vogel-)Zeichnungen der Künstlerin Debby Cotter Kaspari gestoßen. In ihrem Blog Drawing The Motmot hat sie einen Text mit dem bezeichnenden Titel “Draw a bird, own a bird” dem ich absolut zustimme. Mit dem Zeichnen prägt sich das Gesehene viel stärker ein. Und das schnelle Skizzieren eines sich bewegenden Objektes schult das Auge, die wesentlichen Merkmale zu erfassen.

In diesem Sinne: üben, üben, üben… Übrigens, Motmots werden auch als Sägeracken bezeichnet. Was für ein häßlicher Name für so aparte Vögel.

Der Wind frischt auf

Natali 28. Mai 2009

Nach den heißen Tagen braust nun wieder eine Bö nach der anderen durch’s Gebüsch. Der Himmel ist wolkenverhangen und in der Ferne sieht es nach Regen aus.

Ein Wetter, dem ich durchaus etwas abgewinnen kann, so bewegt wie alles ist. Ich glaube, Terry Pratchett hat in einem seiner Bücher die These aufgestellt, Wind entstehe dadurch, dass die Bäume sich schütteln. Wenn er es nicht war, wäre es ihm aber durchaus zuzutrauen. Kürzlich bin ich wieder über ein Lied gestolpert, das diesen tropfnassen Maitagen geradezu huldigt: “Rain in May” von Max Werner. Allerdings sind die Videos auf YouTube dazu grauenhaft. Deshalb an dieser Stelle kein Clip.

Statt dessen der Song Touched von Vast. Ich gebe es zu, ich habe das Finale von Germany’s next Topmodel gesehen – dabei ist mir das Lied aufgefallen – und hat sich als Ohrwurm festgesetzt. Irgendwie transportiert es das gleiche Gefühl, wie wenn der Wind einem die Haare zerzaust und um einen herum alles zu flattern beginnt.

Mit einem ordentlichen Mai-Gewitter und großflächigem Wetterleuchten über Augsburg  ist in diesem Jahr auch mein 30. Geburtstag eingeläutet worden. Fand ich angemessen dramatisch. Wenn es schon keine große Party gab, so hat der Himmel heftig Disco für mich gespielt.

Meringue-Schnee und Sonnenschein

Natali 18. Februar 2009

feb09-winter1

Urlaub ist schon eine feine Sache! Endlich mal morgens, wenn die Sonne genau richtig steht, einen Spaziergang zum Feld machen zu können, macht richtig Laune. Auch wenn die Wege größtenteils dick mit Eis überzogen waren und ich wie auf Eierschalen rumgetappst bin… Die Sonne, wie sie mir so an die schwarze Wollmütze tippte und ins Gesicht schien, hat sogar schon ein wenig gewärmt.

feb09-winter3

Von dem fluffigen Pulverschnee, der die letzten Tage so sanft zu Boden geglitten ist, merkt man allerdings nichts mehr. Die Konsistenz und das Geräusch beim Laufen erinnerte heute Morgen eher an Meringue (oder sagt man Baiser zu den kleinen weißen Zuckerdingern beim Bäcker?) … Der Hügel im Hintergrund ist übrigens der Korber Kopf.

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… nix mit Eisblumen am Fenster. Hab vorhin ganz hübsche Eis-Muster auf den Balkondielen entdeckt. Aber mittlerweile taut es schon wieder.

Freilauf am Strand – Kinetische Skulpturen

Natali 2. September 2008

Also, das liegt mir jetzt seeehr am Herzen. Vor einiger Zeit kam in der 3sat Sendung Kulturzeit ein Bericht über den niederländischen Künstler Theo Jansen. Da bin ich vor Freude fast vom Sofa gesprungen! Hatte seine bewegten Skulpturen irgendwann in einem BMW-Werbespot gesehen und dann leider wieder die Spur verloren.

Jansen ist nicht nur Künstler sondern v.a. auch Physiker und baut aus einfachen Materialien gewaltige skelettartige Wesen, die sich durch Windkraft fortbewegen. Die Beharrlichkeit, die er in ihre Konstruktion steckt, ist absolut bewundernswert.

Allein die Fotos auf seiner Website www.strandbeest.com sind schilchtweg phantastisch. Die großen Kreaturen dann auch noch in Bewegung zu sehen ist einfach genial! Sie sehen aus wie eine Mischung aus Rieseninsekten und Dinosaurieren.

Nicht nur von den Ausmaßen her ist das für mich wirklich große Kunst. Da steckt viel Tüftelei und einfach auch Können dahinter, was einen sofort anspringt. Bin ein Fan…

Ruhe und Erholung

Natali 22. Juni 2008

An der NordseeAch, so ein Urlaub ist einfach wunderbar!!! Der Freund und ich haben uns eine Woche in einer Reetdachkate in der schönen Landschaft Dithmarschens erholt. Wir wissen jetzt was Knicks und Redder, Geest und Marsch sind – na ja zumindest ungefähr. Fühle mich jedenfalls mal wieder richtig geerdet. Hoffentlich hält das eine Weile an.

In der Nordsee waren wir nicht, weil zu kalt. Aber ganz vorsichtig näher dran, weil Wildlederschuhe. Wie unpraktisch…

So viel Natur…

Natali 9. April 2008

Hab mich eben in “Das wilde Gartenblog” eingelesen und kam ganz ins Schwelgen. Ist ein Bericht von einen wilden Berliner Garten – und leider auch dem Abschied davon. Da liebt jemand die Natur und die vielen verschiedenen Gewächse sehr. Selbst Grünzeug, das die energische Hausfrau wahrscheinlich als Unkraut herausgerupft hätte, wird hier gewürdigt. Sowas find ich viel schöner als die üblichen gebügelten Kleingartenanlagen am Ortsrand.

Link zu Das-wilde-GartenblogJede Pflanze ist doch irgenwie faszinierend. Und manche, wie unser Mini-Ginko oder mein Glanzkölbchen sind echte Kämpfernaturen. Da schaute gerade noch ein dünnes Stämmchen aus der Erde … und siehe da, irgendwann war doch wieder ein Blatt dran.

Wie schade, wenn Orte wie dieser wilde Garten in der Stadt verschwinden um “Nützlicherem” Platz zu machen. Irgendwann hätte ich auch gern so ein Plätzchen zum Werkeln und Staunen, was und wie das alles gedeiht. Immerhin, für den Moment tut’s auch ein Balkon mit etwas Grünzeug. Mit etwas Glück gibt’s in diesem Jahr Dahlien – im Kübel.

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