Die Mütze…
Natali 16. August 2010
Aus aktuellem Anlass, weil ich mich heute über einen netten Telefon-Plausch gefreut hab.
Das war übrigens der Vorfilm von “Ratatoiulle”. Und 3x dürft ihr raten, was es heute zu essen gibt.
Natali 16. August 2010
Aus aktuellem Anlass, weil ich mich heute über einen netten Telefon-Plausch gefreut hab.
Das war übrigens der Vorfilm von “Ratatoiulle”. Und 3x dürft ihr raten, was es heute zu essen gibt.
Natali 16. Oktober 2009

Südafrika, wer würde da momentan nicht an die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 denken. Mit der Hoffnung auf ein großes sportliches Fest, aber auch mit der bangen Frage, wie leicht und frei dies dort stattfinden kann. Ich bin immer wieder erstaunt, dass es wirklich erst 1994 gewesen sein soll, dass in Südafrika die ersten freien Wahlen für alle Bevölkerungsteile möglich waren. Die Folgen der Apartheid sind noch immer zu spüren.
Wenn also Regisseur Neill Blomkamp seinen 2009 erschienenen Science Fiction Film „District 9“ bewusst in Johannesburg spielen lässt, konnte eigentlich kaum leichte Kost zu erwarten sein. Fußball kommt darin nicht vor, dafür eine Menge realer Probleme, die ungewohnt und sehenswert in einem eher für Action-Spaß bekannten Genre verpackt sind.
Die Fremden und wir
„District 9“ ist ein Alienfilm, in dem es zu einem ersten Kontakt zwischen Außerirdischen und Menschen kommt, aus welchem sich ein Konflikt entwickelt. Überaus lesenswert fand ich die Filmkritik „becoming the alien: apartheid, racism and district 9“ von Andries du Toit im Blog a subtel knive. Er schildert aus der Sicht eines südafrikanischen Insiders die Parallelen im Film zur Vergangenheit des Landes.
Die Außeridischen in „District 9“ sind nicht die cleveren und kampfbereiten Eindringlinge, auch keine sanften Menschenfreunde aus dem All. Sie sind über Johannesburg gestrandet, fremd an einem fremden Ort und vom Wohlwollen der Menschen abhängig. Als Notlösung werden sie in einem Lager direkt unter ihrem Schiff verwahrt, ohne Aussicht auf eine Verbesserung ihrer Situation. Aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit Insekten werden sie verächtlich Shrimps genannt. Im Prinzip verkörpern sie schlicht „die Fremden“, wie sie von einem fremdenfeindlichen Auge wahrgenommen werden: häßlich, dreckig, unkultiviert, gefährlich, sich unkontrolliert vermehrend.
Ethischs Handeln?
Wie gehen wir mit unseren Mitmenschen (oder in diesem Fall Mit-Lebewesen) um, vor allem mit den Schwächsten? Wie entsteht und funktionniert Rassismus? Das sind Fragen, die der Film aufwirft. Aber auch, wie arbeiten große Konzerne und Lobbies? Denn das Unternehmen, das im Film letztlich mit einer Umsiedlung der Aliens beauftragt wird, verfolgt eigentlich andere Interessen, die es ohne ethische Bedenken umsetzt. Wer kontrolliert die Global Player? Wie verhält sich der Staat gegenüber seinen Schutzbefohlenen?
„District 9“ ist neben seiner Komik und seinen Actionszenen ein sehr brutaler Film. Kaltblütig werden Entscheidungen getroffen und ebenso gewaltsam umgesetzt. Das Erschreckende daran ist, dass dies keine Phantasieszenarien sind, sondern in unserer Welt tatsächlich tagtäglich Mensch und Umwelt für Profite geopfert werden. Einzelne, wie der Charakter des Wikus van de Merwe, der im Film durch einen Unfall zum Alien mutiert und damit eine schlimmere Ausgrenzung erfährt, als Gregor Samsa in Kafkas „Die Verwandlung“. Oder ganze Bevölkerungsgruppen, wie zum Beispiel beim Narmada Staudammprojekt in Indien, auf das die Schriftstellerin und Aktivistin Arundhati Roy aufmerksam gemacht hat.
Was wäre wenn…
Wie wäre es wohl, wenn wirklich eine Situation wie in „District 9“ auf uns zu käme? Ob unsere Regierungen auf einen „First Contact“ vorbereitet wären? Wenn wir schon mit fremden Menschen nicht zurechtkommen, wie würden wir dann auf wirkliche Fremde reagieren? Ob sich die Kirchen auch für Wesen einsetzten, die offensichtlich nicht zu Gottes Schöpfung gehören?
Alles in allem ein guter, weil unbequemer und nicht leicht einzuordnender Film.
Natali 28. Dezember 2008

Um es mit einem äußerst hübschen Bild auszudrücken: das Leben – auch das Leben 2008 – ist kein Ponyhof! Ein paar Erlebnisse kommen aber doch recht nah an dieses idyllische Ideal ran.
Ein paar meiner persönlichen Highlights:
Ein Konzert von Annett Louisan in der Liederhalle. Eine “Criminal Symphonie und eine Lesung von Max Goldt im Theaterhaus. Ein Besuch auf der Slow Food Messe in Stuttgart.
Ferienhausurlaub mit dem Freund in der Pfalz und in Dithmarschen. Außerdem schöne, interessante Wochenendtripps nach Zürich und Ulm.
Momente der Muse, aus denen irgendwann ein Paravent und in letzter Zeit einige Häkelmützen entstanden sind.
Die Treffen mit Freunden: leider viel zu selten aber darum um so mehr geschätzt!
Die Metallica Dokumentation “Some Kind of Monster“. Und viele tolle Kinofilme: “Happy go Lucky” etwa oder “No Country for Old Men” auf den Spitzenplätzen.
Last not least die Musik: Die Bands Großstadtgeflüster oder Jennifer Rostock – als tolle, frische Entdeckungen des Jahres.
Davon lässt sich zehren und hoffen, dass auch 2009 ähnliche Leuchtfeuer bereit hält.
Natali 24. März 2008
Jetzt ist das Fest schon fast wieder vorbei, die Häschen hoppeln wieder auf und davon. Statt großer Dekoration habe ich mich dieses Jahr mit den Basics begnügt und gebacken: klassischer Hefeteig mit Hagelzucker. Das Langohr und seine Geschwister werden den Tag wahrscheinlich nicht überstehen …
Hasen, v.a. die robusten Feldhasen, finde ich immer wieder faszinierend. Zu Ostern werden die Tiere gern süß (im wahrsten Sinn des Wortes) und kuschelig dargestellt, dabei sehen sie in der Natur eher kantig aus.
Gut gefallen hat mir der Zeichentrickfilm “Watership Down” (Unten am Fluß), weil er nicht nur kitschig niedliche Häschen zeigt.
Natali 15. Januar 2008
Natali 5. Januar 2008
Natali 5. Januar 2008
Ein Freund hatte mir zu Weihnachten den Film “Rivers and Tides” geschenkt. Er zeigt den englischen Künstler Andy Goldsworthy bei der Arbeit.
Schon seine fertigen Werke sind faszinierend, denn Sie entstehen im Kontext mit ihrer Umgebung. Sie sind überraschend und sehr ästhetisch, wie ich finde. Den Mann nun bei seiner wirklich harten Arbeit zu sehen, gibt seiner Kunst nochmal zusätzliches Gewicht.
Dass die Dinge, die er erschafft vergänglich sind, gehört zu seiner Methode. Trotzdem leidet man richtig mit, wenn etwas, an dem er gerade bei Eiseskälte oder im strömenden Regen tüftelt, nun schon zum dritten Mal in sich zusammenfällt.
Was macht seine Kunst zur Kunst? Den ganzen Beitrag lesen »