selbst gemacht

Ostern, alles gut verpackt.

Natali 4. April 2010

Zum Glück sind die Eier-Färbearbeiten (siehe oben) schon sehr vergnüglich getätigt. Ansonsten wir dieses Jahr kein Stück österlich dekoriert. Ganz im Gegenteil, die Feiertage vergehen mit Umzugskisten packen.

Langsam verschwindet alles in braunen Kartons, die Wohnung wird kahl und mir bange ob das wirklich alles in den LKW passt. Warum haben wir nur so viel Zeug? Das meiste ist doch wirklich nur Ballast, unnötiger Schnickschnack. Kommt davon, wenn die IKEA-Besuche zum Hobby werden. Immerhin haben wir durch den Umzug einige Dinge wieder über Bord geworfen, das ist reinigend wie ein Frühjahrsputz.

Doch mit dem Einpacken ist es nicht getan, im zukünftigen Zuhause müssen die Sachen dann wieder einen Platz finden. Und wir letztlich auch irgendwie. Ende nächster Woche werden wir sicher ziemlich k.o. sein, aber ich freu mich schon sehr, wieder neue Wurzeln zu schlagen!

Papiergezwitscher: Origami-Kraniche

Natali 1. April 2010

Vögel zählen unbestritten zu meinen Lieblingstieren. Einen Kranich zu falten stand schon länger auf meiner to-do-Liste. Nun habe ich mir endlich richtiges Origamipapier zugelegt und war erstaunt, wie einfach das doch geht. Natürlich blieb es nicht bei einem …

Für die richtigen Kniffe habe ich diese Anleitung verwendet. Bei Zzzebra gibt es auch eine, die sich allerdings leicht unterscheidet. Das Ergebnis sieht aber gleich aus. Außerdem findet sich dort die Geschichte des Mädchens Sadako, das nach dem Atombombenabwurf von Hiroshima an Leukämie erkrankte und dem das Kranichfalten Hoffnung gab.

Übung in Geduld

Natali 12. März 2010

Bald, bald ist es soweit. Dann werden die Kisten gepackt und all die vielen Dinge reisen mit uns durchs Land, zu unserem neuen Abenteuer in Thüringen. Letzte Woche war ich zu einem weiteren Besuch in der Kommune Waltershausen.

Es war ein Arbeitseinsatz, denn vor dem Umzug soll ja die zukünftige Wohnstätte schön und behaglich vorbereitet werden. Und so lernt eine studierte Geisteswissenschaftlerin gerade so langsam das 1×1 auf der Baustelle. Mittlerweile habe ich jedenfalls erste Übungsrunden im Verspachteln und späteren Schleifen von Fugen hinter mir. Am Ende war ich zwar geschafft, aber auch sehr gut gelaunt über das Ergebnis.

Was jetzt kommt wird eine größere Logistikaufgabe. Ausmisten, Dinge auseinanderbauen und wiederfindbar verpacken. Diverse Sachen abmelden, ummelden, neu anmelden. Wie groß muss der Laster sein, wer hilft beim Schleppen, woher bekommen wir eine Sackkarre…

Auf das Auspacken im neuen Zuhause freue ich mich dagegen schon sehr!

Neues von der Polytoxicomanen Philharmonie

Natali 24. Februar 2010

Es wabert und flüstert, blinkt und singt. Dann verschwimmt das Traumgebilde wieder zu einem Seufzen – um sich mit Nachdruck in einen neuen Groove zu stürzen.

Allein, in einer stürmischen Nacht, ließen mich die ungewöhnlichen Geräusche aus meinem CD-Spieler vielleicht etwas schaudern. Psychedelischer Rock entfaltet seine bunte Wirkung eben nicht nur im Gehörgang. Probe gefällig?

Aber wir haben Tag und das schicke neue Werk der Polytoxicomanen Philharmonie löst gerade viel mehr Begeisterung aus. “Go Ape” liegt hier als Doppel-LP und Doppel-CD mit herrlich schräger und umfangreicher Covergestaltung auf meinem Schreibtisch. “Überschnappen” heißt der Titel übersetzt, dabei steckt neben einem Quäntchen Wahnsinn einfach ein großer Batzen Arbeit und kreativer Übermut in dem musikalischen Machwerk der Frankfurter Band.

Und ich bin stolz wie Bolle, dass ich jetzt schon zum zweiten Mal einen Text für die Hüllengestaltung beisteuern durfte. Der erste, zu “Drosophila Road,” handelte von dem Aufbruch einer Fliege ins Weltall. Bei “Go Ape” ist das Insekt, Ned Busckii, wieder dabei und mischt sich in anderer Leute Leben ein. Die beiden Stories gibt hier auf der Bandseite zum Nachlesen.

Wintervalentinstag

Natali 14. Februar 2010

 

When you are old and grey and full of sleep,

and nodding by the fire, take down this book,

and slowly read, and dream of the soft look

your eyes had once, and of their shadowes deep;

 

How many loved your moments of glad grace,

and loved your beauty with love false or true,

but one man loved the pilgrim soul in you,

and loved the sorrows of your changing face;

 

And bending down, beside the glowing bars,

murmur, a little sadly how love fled

and paced upon the mountains overhead

and hid his face amid a crowd of stars.

 

W.B. Yeats

 

Da sitzen sie, die Vögelchen

Natali 15. Juli 2009

So als Nachtrag zum vorigen Artikel, hier noch ein paar von meinen gezeichneten Vögelchen.

Classic Cream Scones

Natali 8. Juli 2009

Classic_Cream_Scones

Es geht also auch ohne Natron und Buttermilch, eine leckere Erkenntnis. Das Rezept, das ich vor Jahren aus Irland für Scones oder Sodabread mitgebracht hatte, enthielt genau diese Zutaten und war geschmacklich etwas abseits des deutschen Backwaren-Mainstreams. Soll heißen, ich musste meine Erzeugnisse meist alleine genießen.

Diesen Mai bekam ich zum Geburtstag nun Cynthia Barcomi’s “Backbuch” geschenkt, in dem u.a auch die Classic Cream Scones (mit Sahne, wie der Name schon sagt) beschrieben wurden. Zwar hab ich sie nicht ganz nach der Anleitung gemacht, bißchen Anarchie in der Küche muss sein, aber sie sehen der Abbildung im Buch schon sehr ähnlich und passen endlich perfekt zur Teepause! Außen leicht knusprig, innen locker und in meiner Version mit Korinthen. Übrigens, wer sich (wie ich) einfach nicht merken kann, was jetzt die Unterschiede zwischen Rosinen, Korinthen, Zibeben oder Sultaninen sind… hier stehts auf Wikipedia kurz erklärt.

Und wer jetzt total Lust auf Irland bekommen hat, kann auf den Seiten von Tourismus Irland noch ein wenig gedanklich durch die grüne Insel reisen.

Buhu, der Uhu

Natali 6. Juli 2009

Eule

Zugegeben, er schaut griesgrämig drein, der dicke Eulerich. Nennen wir ihn einmal Buhu, den Uhu. Irgendwie muss er ja heißen. Er meint, er sei eher der intellektuelle Typ und fühlt sich dafür zu geblümt geraten. Mais, c’est la vie.  Jetzt ist er eben Pinky & Brain in einem. Solange er nicht plant, eines Tages die Weltherrschaft an sich zu reißen, darf er grummeln.

Schließlich wurde Buhu mit den besten Absichten ersonnen. Er basiert auf der LollyChops Anleitung für Abraham Owl, der sein “Aufwachsen” sehr niedlich selbst beschrieben hat. Buhu wird nicht mögen, dass ich das erzähle, aber in seinem tiefsten inneren hat der Eulenmann Daunenfedern aus einem alten Kopfkissen. So träumt er hoffentlich wenigstens gut. Nach dem Umfüllen sah es im Zimmer dafür aus wie nach einer Kissenschlacht.

Aber mal ehrlich, Eulen sind tolle Tiere. Allein dieser Blick, von weise bis unheimlich bis völlig ulkig. Eine, die das auch sehr schön einzufangen weiß, ist Ule aus der Töpferei Eulenton.

2005 war der Uhu Vogel des Jahres. Auf der zugehörigen Seite des NABU kann man sich den Ruf des Uhus anhören. Klingt doch schon wie ein “Buhu”.

Au weia, der Hahn bringt keine Eier…!

Natali 12. April 2009

ostern09

Aber dafür sind in diesen Tagen die Hasentiere ja um so fleißiger. In traditionsgemäßer Vorbereitung auf das Osterfest 09 sind @Kanina und ich kürzlich auch ins Egg-Business eingestiegen (Ergebnis siehe oben).

Philosophischer ist dagegen mein hoch geschätzter Literarischer Katzenkalender in diese Woche gestartet. Und zwar mit folgendem Text von Karl Valentin:

“Ein Kätzlein sagte zu dem andern,

Ich glaube schon ans Seelenwandern,

Das andre sprach, du hasts erraten,

Morg’n sind wir vielleicht Hasenbraten.

In diesem Sinne sei hiermit allen Katzen, Hasen und Menschenwesen ein schönes, sonniges und hoffentlich friedliches, Osterfest gewünscht!

Topflappen oder Laptop-Abdeckung?

Natali 5. Januar 2009

topflappen

Mein erster selbstgehäkelter Topflappen seit zwei eher krummen Versuchen in der Grundschule! Und meine erste Erkundung im Muster-Häkeln.

Nach ein paar einfachen Mützen, die hauptsächlich aus Kettmaschen und festen Maschen bestanden, nun also Relief-Stäbchen. Für das Muster wird abwechseln 6-mal von vorne und 6-mal von hinten in das darunter liegende Stäbchen eingestochen. Für den Topflappen hatte ich eine Anleitung. Leider stand nicht drin, wie groß das Ding am Ende wird, so dass dieser Monster-Topflappen nun größenmäßig fast als Laptop-Deckchen herhalten könnte. Aber wer will das schon…

Er wiegt übrigens exakt 70 Gramm. Das ist praktisch zu wissen, denn damit ist klar, dass hier 70 Gramm Wolle (1,5 Knäuel) verarbeitet wurden. Falls sich Nachahmer finden sollten.

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