Allgemein

Spaziergang zur Kräuterwiese

Natali 29. August 2010

Es lohnt sich, ab und an die Kamera dabei zu haben. Bei meinem letzten Spaziergang zum Waltershäuser Schloss Tenneberg und den Kräuterwiesen kam an einem trüben Tag plötzlich die Sonne durch

Im Vergleich zum sehr verbauten Schwabenland ist die Landschaft hier wunderbar weit und waldreich. Das gefällt mir sehr und ich freue mich schon auf zukünftige Ausflüge in den nahen Thüringer Wald oder den Hainich. Die Heinz-Sielmann-Stiftung sucht in diesem Jahr das Schönste Naturwunder Deutschlands. Die, neben dem Hainich, zur Wahl stehenden Waldgebiete klinge alle sehr verlockend für einen Ausflug.

Sommerbaustelle

Natali 1. August 2010

Mit riesen Schritten geht gerade der Zimmerbau in der KoWa voran. Was vor ein paar Wochen noch ein einziger großer Raum war, gleicht jetzt einem Großwildgehege.

Die Außenwände sind zwischenzeitlich gedämmt worden und was aussieht wie massige Käfige, sind die Ständer, an die später die Rigipsplatten der Zwischenwände kommen. Dadurch ergeben sich ungewohnte Durchsichten, denn einerseits bekommt man schon ein Gefühl für die entstehenden Räume, andererseits ist es noch möglich, durch die Wände zu sehen.

Baustellenvorbereitung

Natali 1. Juli 2010

Bald geht es los mit der Sommerbaustelle in der KoWa. Es soll neuer Wohnraum entstehen, wo jetzt noch alles sehr kahl ist.

Zwischenzeitlich waren die Räume beliebter Spielplatz und Ort zum Wäschetrocknen. Doch damit ist nun vorerst Schluss. Die Wäscheleinen mussten weichen, auch die verschiedenen Schutthaufen hab wir an passendere Orte verfrachtet.

Bin schon sehr neugierig, wie sich hier alles bald verändern wird. Aus dem einen großen Raum sollen mehrer Zimmer und ein Bad werden. Die können wir auch gut gebrauchen, schließlich stehen die nächsten potentiellen KommunardInnen schon in den Startlöchern.

Demnächst gibt es sicher das ein oder andere Foto von den Baufortschritten.

Kleiner Kämpfer in grün

Natali 26. Juni 2010

Das Glanzkölbchen, Aphelandra squarrosa, hat es echt nicht leicht. Es stand in den sieben Jahren unseres Zusammenlebens schon mehrfach kurz vorm Abgrund zum Biomülleimer, zuletzt vor dem Umzug im April dieses Jahres. Die durchschnittliche Blätterzahl lag bei drei, wobei immer eines schon leicht braun und verknittert war.

Eigentlich hat nur die Tatsache, dass es eine so gute Indikatorpflanze für Wassermangel ist, den kleinen Kümmerling überleben lassen. Das restliches Zimmergrün wurde dann auch gegossen, sobald das Glanzkölbchen mit seinen restlichen Blättern schlaff in der Ecke hing.

Und nun, tata…. geht es ihm am neuen Standort auf einmal richtig gut. Vielleicht schaffe ich es hier auch endlich, mich an die Pflegehinweise zu halten. Das Highlight wäre, wenn es noch einmal eine so bizarre gelbe Blüte hervorbringen würden.

Lauter nette Leute

Natali 7. Juni 2010

Letztes Wochenende wurde die ganze KoWa zum Bienenstock. Anlass war das 22. Treffen des Kommuja Netzwerks der politischen Kommunen in Deutschland. Wir hatten gut 40 Leute zu Gast, die sich untereinander teils schon viele Jahre kannten. Entsprechend herzlich war das Wiedersehen.

Es brummte vor Ideen, Diskussionen, gutem Essen, Tanz und Spielen. Das Sommerwetter tat sein übriges und am Ende sahen wir alle recht hübsch sonnenbraun aus. Nach den Besuchen von vielen Gästen, die bisher wenig mit Gemeinschaftsleben zu tun hatten, war es angenehm, nun die Profis zu Besuch zu haben. Sprich, Leute die sich gut selbst organisieren können und schlicht mehr Einblick in die Abläufe einer Kommune haben.

Über das Wochenende gab es Workshops und Gesprächsrunden, bei denen u.a. aktuelle Schwierigkeiten in der jeweiligen eigenen Gemeinschaft thematisiert und gemeinsam Lösungsansätze gefunden wurden. Etwa zur Frage, wie sich Organisations- und Entscheidungsfindungsstrukturen bei wachsender Gruppengröße anpassen müssen. Oder die Frage, wie sich dem Phänomen der Überarbeitung bei vielen Leuten in Projekten gegensteuern lässt.

Viel diskutiert wurde natürlich auch der Beschluss, am 22. April 2011 den Kapitalismus abzuschaffen. Es scheint noch Klärungsbedarf zu bestehen, was genau dieser Kapitalismus ist. Gefolgt von der Frage, wo wir dann unsere Bananen herbekommen…

Neben freundschaftlichen Kontakten zur Kommune Hof Rossee oder der Kommune Niederkaufungen kannte ich bis vor dem Treffen niemand aus dem Netzwerk. Die neuen Verknüpfungen haben mich daher sehr gefreut und ich bin schon mächtig gespannt auf die nächsten Zusammenkünfte. Bis dahin gibt es noch einiges zu tun. Etwa steht die Vorbereitung des Los geht’s 2011 an oder die Website des Netzwerks www.kommuja.de gut zu hüten.

Wer hat an der Uhr gedreht?

Natali 19. Mai 2010

Wie die Zeit verfliegt. Schwupp, schon wieder ist man ein Jahr älter. Vielen Dank an alle, die meinen Geburtstag in diesem Jahr mit mir begangen haben! Eure guten Wünsche und Gesten haben mich sehr gefreut.

Zum Frühstück wurde ich von meinen lieben MitbewohnerInnen sogar mit einem Ständchen besungen und es gab am Tisch einen geschmückten Ehrenplatz für mich. Sehr süß, das hat sogar das trübe Wetter in den Hintergrund treten lassen.

Der Ausflug nach Eisenach fiel allerdings trotzdem etwas kürzer aus, nur als kleiner Spaziergang mit Einkehr in der Eisdiele. Die Wartburg läuft ja aber auch nicht weg und wird in diesem Sommer sicher mal für eine Wanderung auf dem Programm stehen.

Später gab es frischen Kuchen mit Rhabarber aus dem Garten. Und danach ein paar Partien “Stadt, Land Fluss”, aktuell ein recht angesagtes Spiel bei uns…

Ganz toll gefreut hab ich mich über ein tolles Fachbuch: “Faszination Töpfern” von Tony Birks. Darin werde ich in nächster Zeit sicher ganz viel schmökern. Dazu eine Tasse vom neuen Druiden Zaubertee aus dem Walterhäuser Teelädchen trinken und im Hintergrund der neuen CD von Sophie Hunger lauschen.

Doch, mir geht es hier richtig gut!

Die Esslinger Wanderfalken

Natali 26. März 2010

Wenn es eine Stadt gibt, mit der ich Heimatgefühle verbinde, dann ist das Esslingen am Neckar. Hier, in der Unteren Beutau, nahe der Frauenkirche, habe ich meine Kindheit verbracht. In den kommenden Wochen werde ich ein weiteres Mal hinaus in “die Fremde” ziehen. Von Schwaben ins thüringische Waltershausen. Grund, auch vom hübschen Esslingen Abschied zu nehmen.

Aktuell beobachte ich mit Spannung das Geschehen hoch in der Stadtkirche St. Dionys. Diese ist an sich bereits ein markanter Anblick mit ihren beiden, durch eine überdachte Brücke verbundenen, Türmen. Nun brütet wieder ein Wanderfalkenpaar im von der Esslinger NABU-Gruppe eingerichteten Brutkasten. Im Blog der Esslinger Zeitung wird darüber regelmäßig berichtet.

Das Highlight ist aber sicher die Webcam mit Blick ins Nest!

Auch wenn die realen Besuche in der Stadt für mich demnächst komplizierter werden, bei den Falken schaue ich sicher ganz oft rein. Hoffentlich geht alles in diesem Jahr alles gut mit den Jungen.

Los geht’s – auch 2010 wieder

Natali 3. Februar 2010

Im letzten Jahr waren Matthias und ich beim “Los geht’s 2009″ in Escherode (Hessen). Das ist ein großes Treffen für Leute, die sich für ein Leben in Gemeinschaften bzw. Kommunen interessieren. Bestehende Projekte stellen sich vor, Gründungsgruppen treffen sich und man kommt mit vielen interessanten Leuten ins Gespräch. 2009 entstand dabei auch ein Film, der nun auf www.losgehts.eu zu sehen ist.

Die Anmeldung für das “Los geht’s 2010″, von 13.-16. Mai in Jahnishausen (Sachsen), ist über die Seite übrigens auch schon möglich. Allen, die sich für das Thema Kommunen bzw. alternative Lebens- und Wohnkonzepte interessieren, kann ich nur wärmstens empfehlen, dort einmal dabei zu sein.

Auf ins Jahr 2010

Natali 6. Januar 2010

Liebe_Giessen

Ihr Leute, ich wünsche Euch ein gutes neues Jahr mit viel Energie für alle Eure Vorhaben! Das Bild, mit dem “Liebe”-Schriftzug an einem Haus in Gießen, fand ich ganz passend für einen Ausblick auf das neue Jahr.

Die erste Hälfte des Vorjahres 2009 hatte ich zu viel mit dem Gegenteil zu kämpfen, einer dumpfen Wut im Bauch.  Ein absolut zerstörerisches Gefühl, von dem ich sehr froh bin, es hinter mir gelassen zu haben. In diese Zeit fiel auch der Amoklauf in Winnenden, der meinen Blick auf unseren Nachbarort und gleichzeitig auf das Internet erschüttert hat.  Für viele Freunde und Angehörige der Opfer wird es eine traurige Weihnachtszeit und kein freudiger Jahreswechsel gewesen sein.

Für mich ist wieder Ruhe eingekehrt und das Social Web, mit den vielen neuen Twitterbekanntschaften, ist auf eine seltsame Art und Weise zu einer zweiten Heimat geworden. Auch dank unseres regelmäßigen “Stammtisches”, der Stuttgarter pl0gbar.

In der nahen Zukunft sollen sich noch mehr die Dinge, Tätigkeiten und Menschen in meinem Leben tummeln, denen ich mit positiven Gedanken verbunden bin. Das ist mein Wunsch für 2010. Mit der Kommune Waltershausen scheinen Zellmi und ich einen Ort gefunden zu haben, an dem sich viel von unseren Träumen verwirklichen lässt. Wir wollen uns auf das Abenteuer einlassen und sind beide schon sehr neugierig. Vielleicht wird es nichts und wir kehren auf einen “herkömmlichen” Pfad zurück. Aber das glaube ich eigentlich nicht. So oder so ist es toll, ein Ziel zu haben und Silvester in Waltershausen war wunderschön.

Duftende, glitzernde Weihnachtszeit

Natali 15. Dezember 2009

Ausstechformen

Warum machen so viele Leute diesen “Weihnachtszirkus” alle Jahre wieder eigentlich mit? Hektisches Geschenkekaufen, Besuch bei den Verwandten planen, aufwändiges Essen, vielleicht noch in den vollen Gottesdienst. Danach jammern, dass man wieder zugelegt hätte. Es zwingt uns doch niemand, oder doch?

It’s my party

Ich mag Weihnachten, wenn auch gerne in einer etwas reduzierten Form. Als gottlos glücklicher Mensch fühle ich mich frei, dieser Zeit einen eigenen Sinn zu geben. Und wäre da nicht mein ökologisches Gewissen (und ein wenig weihnachtlich gestimmter Freund), hätte ich wahrscheinlich sogar ein Bäumchen in der Wohnung stehen. Mit dem Adventskalender, der bei uns selbstgebastelt ist, startet für mich der Countdown zum Jahresende. Das bedeutet, das Jahr nochmal Revue passieren lassen, die Hoffnungen und Vorhaben für das neue formulieren, loslassen. Im Dezember schreibe ich immer eine ganze Reihe Briefe (ja, so richtig aus Papier) und Karten an Freunde und freue mich wie eine Schneekönigin, wenn ich wiederum Post bekomme.

Das ganze übrige Jahr ist so von Düften bestimmt, die uns im Freien entgegen wehen, dass der Winter doch sehr nasenkarg daherkommt. Allein schon wegen des guten Geruchs gehört deshalb die Plätzchenbackerei auf jeden Fall für mich dazu. Um die Süßwarenangebote aus dem Supermarkt habe ich dafür dieses Jahr meist einen Bogen gemacht. Diese Masse an Dingen, die sich da vor einem auftürmt – und das schon seit Oktober – schreckt mich einfach ab. Genauso finde ich auch die einfacheren oder selbstgemachten und -erdachten Geschenke schöner. Dinge haben wir hier doch fast alle genug, es ist eher die Geste, die zählt.

Plätzchen ohne Glauben

Ob es ein Widerspruch ist, ohne Glauben ein christliches Fest zu begehen? Und was ist mit der Nächstenliebe, die von uns alle Jahre wieder bei weihnachtlichen Spendengalas abgefordert wird? Letzteres finde ich problematisch, vor allem weil so ein Druck aufgebaut wird. Als ob man sich mit einer Spende zu Weihnachten für das restliche Jahr freikaufen könne.

Und was den Glauben betrifft, so finde ich es durchaus in Ordnung, sich in diverse Weihnachtsaktivitäten einzuklinken. Solange man dies nur bewusst tut. Also nicht nur aus reiner Routine, weil es sich eben so gehört. Selbst wenn man nicht davon überzeugt ist, dass Jesus von Nazaret Gottes Sohn ist, war er doch eine wichtige historische Persönlichkeit. Seine Geburt, die vermutlich noch nichteinmal an unserem Weihnachtsdatum stattfand, halte ich auch als Agnostikerin für durchaus ein Fest wert.

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