Die ersten 4 Bands aus dem #52Bands Projekt wurden aus dem Lostopf gezogen. Der Januar ist fast rum und ich bin ziemlich zufrieden, wie es bisher läuft.

Im November hatten wir Abschied nehmen müssen von unserem geliebten Kätzchen Miki. Mit ihr habe ich viel meiner freien Zeit verbracht, gespielt und gekuschelt. Sie hat von uns Aufmerksamkeit, vielleicht sogar Achtsamkeit eingefordert. Ihr Verlust hat ein Loch in unseren Alltag gerissen. Durch die Musik und die Beschäftigung mit den Bands füllt sich dieses Loch ein wenig. Es ist kein Ersatz, aber es hilft, mich aktiv für Neues zu öffnen. Es hilft auch, durch die dunkle Jahreszeit und die manchmal bedrückte Corona-Stimmung zu kommen.

Fury in the Slaughterhouse

Matthias hat mir für „Fury in the Slaughterhouse“ wieder ein schönes Logo gezeichnet. Die Band stammt aus Hannover und hat sich 1986 gegründet. Mich bringt die Musik direkt zurück in die 90-er. 1993 kam das Album „Mono“ heraus. Darauf waren Hits wie „When I’m dead and gone“ und „Radio Orchid“. Beide Lieder kann ich heute noch gut hören. Sie klingen ein wenig nach R.E.M., also nach radiotauglichem Pop-Rock mit Irish Folk Einschlag.

Die Videos zu beiden Liedern sind wirklich total 90-er Style! Allein schon die langen Bildeinstellungen bei „Dead and Gone“. Heute sind wir viel schnellere Schnitte gewöhnt. Eigentlich schade, vielleicht würde uns mehr Langsamkeit gut tun.

Was ich nicht wusste: „When I’m dead and gone“ ist eine Coverversion! Das Original ist aus dem Jahr 1970. Es stammt von der englischen Band McGuinnes Flint. Sie ist aus der 1969 aufgelösten Manfred Mann Band hervorgegangen.

Hier das Original zum Vergleich:

Gefällt mir auch gut, wenn nicht sogar besser. Ehrlich gesagt, habe ich mich diese Woche schwer getan, weitere Lieder von Fury anzuhören. Einerseits liegt mir die Stimme von Sänger Kai Wingenfelder nicht besonders. Sie klingt, als singe er ständig mit Vibrato. Andererseits nehmen mich die Stücke nicht so mit. Ja, vielleicht fehlt’s an der Geduld.

Die Band hat sich 2008 aufgelöst und kam 2017 zum 30-jährigen Jubiläum wieder zusammen. Im April 2021 wird nach 13 Jahren Pause ein neues Album erscheinen. Es heißt „Now“ und bisher sind zwei Singles veröffentlicht worden.

„The Beauty“ (2020) gefällt mir davon ganz gut, geht auch wieder in die Folk Richtung.

Es geht im Lied um eine Person, die die Schönheit um sich herum zunächst nicht erkennt. Passt ganz gut in unsere Zeit. Die Welt ist voller Schönheit, nur sind wir nicht immer in der Lage, sie wahrzunehmen.

Homesick

Weil ich hier heute ein wenig auf YouTube versackt bin und mir statt Fury Songs Videos von geretteten Tieren angeschaut habe, hier ein Fundstück, das beides verbindet:

„Homesick“ ist 2006 auf dem Album „Every Heart is a Revolutionary Cell“ veröffentlicht worden.

Now to something completely different

Im Stück wird von der Stadt Gütersloh gesungen, weshalb ich mir noch eine musikalische Abschweifung erlauben muss. Hat so gar nichts mit Fury zu tun, aber wenn ich Gütersloh höre, habe ich sofort das hier im Ohr:

Sind das nicht einmalige Zeilen: „Das waren Zeiten als wir travellten. Von Town zu Town, von Fraun zu Fraun im Morgengraun“?

Kuriose Erkenntnis am Rande: „Der Letzte Cowboy“ ist aus dem Jahr 1979, meinem Geburtsjahr. Thommie Bayer, aus dessen Feder das Lied stammt, ist in Esslingen am Neckar geboren, meiner Heimatstadt.

 

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